Nach heftigem Kursrutsch: Asiens Börsen sind wieder auf Erholungskurs

Nach heftigem Kursrutsch: Asiens Börsen sind wieder auf Erholungskurs

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Ein Aktien-Investor ist vor einem Chart in Peking zu sehen.

Nach einem starken Einbruch am Montag sind die Asien-Börsen wieder im Aufwind. Und Peking versucht weiter, die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln: Rentenfonds sollen Zugang zur Börse erhalten.

Die Aktienmärkte in Fernost haben sich nach dem Ausverkauf zu Wochenbeginn am Dienstag leicht erholt. In Tokio kletterte der Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 20.235 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte rund 1,4 Prozent zu.

In Shanghai machte der Leitindex anfängliche Verluste wieder wett und lag sogar mehr als vier Prozent im Plus. Dennoch blieb die Stimmung bei vielen Anlegern verhalten. "Es gibt immer noch eine zu große Unsicherheit an den Märkten und Investoren schauen sich die Entwicklungen in Griechenland und China sehr genau an, bevor sie sich wieder was trauen", sagte Karine Hirn von der Fondsgesellschaft East Capital.

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Am Montag hatten die Börsen weltweit deutliche Verluste eingefahren, weil Griechenland nach den gescheiterten Verhandlungen mit den Geldgebern Richtung Insolvenz taumelt. Japans Wirtschaftsminister Akira Amari sagte, das griechische Schuldendrama werde aber keine größeren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.

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Die Kurse in Schanghai haben in zwei Wochen fast 20 Prozent verloren. Auch eine Zinssenkung konnte die Talfahrt der Börsen nicht stoppen.

Börse in China Quelle: dpa

Auch die konjunkturelle Abkühlung Chinas hatte zum Wochenbeginn die Kurse gedrückt. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, öffnet die Zentralbank in Peking die Geldschleusen weiter.

Auf dem Devisenmarkt gab der Euro in Fernost leicht nach und kostete knapp unter 1,12 Dollar. Dagegen tendierte der Dollar zum Yen kaum verändert bei 122,51.


China will Rentenfonds Zugang zur Börse verschaffen

Am Dienstah wurde zudem bekannt, dass China staatlich gelenkten Pensionsfonds Investitionen an der Börse ermöglichen will. Demnach sollen von Regionalregierungen gesteuerte Fonds die Möglichkeit erhalten, 30 Prozent ihres Nettoanlagevermögens in Aktien zu investieren.

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Renminbi Noten Quelle: dpa

Einem in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten Entwurf des Finanzministeriums zufolge sind auch andere Anlageformen möglich: so etwa Investitionen in Aktienfonds, bestimmte Derivate und in Infrastrukturprojekte. Bislang durften die Pensionsfonds ihr Geld nur in Staatsanleihen und Bankeinlagen stecken. Die Fonds verwalten insgesamt Vermögenswerte im Volumen von zwei Billionen Yuan (umgerechnet rund 288 Milliarden Euro).

Der staatlichen Zeitung "Securities Times" zufolge könnten nach den neuen Regeln künftig bis zu 87 Milliarden Euro in den Aktienmarkt fließen. Der Staat will den Fonds mit den neuen Regeln bessere Renditemöglichkeiten für ihre Anlagen eröffnen und zugleich das Rentensystem auf Nachhaltigkeit trimmen. Zugleich dürfte die staatlichen Wirtschaftslenkern daran gelegen sein, den Börsen nach den jüngsten Kurseinbrüchen im Sog der Konjunkturabkühlung neue Impulse zu geben.

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