Nach Kapitalerhöhung: Evonik bleibt größter BVB-Aktionär

Nach Kapitalerhöhung: Evonik bleibt größter BVB-Aktionär

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Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke (r) und der Vorstandsvorsitzende des Spezialchemie-Unternehmens Evonik, Klaus Engel.

Geldspritze für den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund: Der Chemiekonzern Evonik hat seinen Anteil auf fast 15 Prozent aufgestockt.

Hauptsponsor Evonik bleibt nach der zweiten Kapitalerhöhung größter Einzelaktionär des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund (BVB). Der Chemieriese habe erneut zugegriffen und seinen Anteil an Deutschlands einzigem börsennotierten Fußballclub auf 14,78 Prozent von rund neun Prozent aufgestockt, wie der BVB mitteilte. Im Juni war Evonik über eine Kapitalerhöhung bei dem Traditionsverein eingestiegen. Insgesamt ließ sich der Konzern sein Engagement damit rund 61,5 Millionen Euro kosten.

"Uns ist eine Vollplatzierung gelungen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Vom Interesse her hätte der BVB noch deutlich mehr Aktien ausgeben können als rechtlich möglich. "Mit der bereits erfolgten Kapitalmaßnahme im Juni dieses Jahres wird Borussia Dortmund durch diese Kapitalmaßnahme insgesamt ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 140,7 Millionen Euro zufließen." Damit wolle der Club nun seine restlichen Finanzverbindlichkeiten komplett ablösen.

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Weitere Anteilseigner sind der Privatinvestor und BVB-Fan Bernd Geske mit 8,2 Prozent, der Fußballverein selber mit 5,53 Prozent, der Versicherungskonzern und Sponsor Signal Iduna mit 5,43 Prozent und der Sport-Ausstatter Puma mit 5,0 Prozent. 61 Prozent des SDax-Wertes werden frei gehandelt.

Ob sich der Einstieg für die Investoren einmal auszahlen wird, bleibt fraglich. Bislang mussten die Anleger leidensfähig sein. Das mehr als Fan-Artikel gehandelte Papier dümpelt bei 4,70 Euro und ist trotz des Aufstieges in den SDax weit vom nie mehr erreichten Emissionspreis von elf Euro entfernt.

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Frisches Kapital kann der BVB im Wettstreit mit dem Erzrivalen FC Bayern gut gebrauchen, zumal sich der Ruhrgebietsclub nach dem ablösefreien Wechsel von Stürmerstar Robert Lewandowski zu Bayern München für rund 45 Millionen Euro mit neuen Spielern verstärkte. Hinzu kam zuletzt die Neuverpflichtung des 2012 für 15 Millionen Euro nach Manchester United abgewanderten Spielmachers Shinji Kagawa, die dem BVB nun acht Millionen Euro gekostet haben soll.

Zudem verbuchte der Club in der vergangenen Saison wegen geringerer Erlöse aus Spielerverkäufen einen Gewinneinbruch. Netto blieben noch knapp zwölf Millionen Euro übrig, nach 52 Millionen in 2012/13.

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