
Der Ölpreis ist am Montag im frühen europäischen Handel mit Aufschlägen in die neue Woche gegangen. Am Markt machte sich die Auffassung breit, dass die jüngsten, schweren Verluste des Ölpreises wohl übertrieben waren. Zudem deutet sich nach gescheiterten Gesprächen in der norwegischen Ölindustrie eine Eskalation der Streikmaßnahmen ab.
In der Spitze wurden am Morgen Aufschläge von 0,7 Prozent beim August-Future für den Ölpreis WTI ermittelt. Zuletzt betrug das Plus noch 0,3 Prozent auf 84,66 Dollar je Barrel. Am Freitag war der Ölpreis um bis zu 3,2 Prozent gefallen und damit so stark wie zuletzt am 21. Juni. Die in Europa übliche Sorte Brent wurde bei 98,52 Dollar um 0,3 Prozent höher festgestellt.
Arbeitskampfmaßnahmen in Norwegen hielten am Vortag den 15. Tag in Folge an und es sind derzeit laut Sprecherin Kristin Bremer Nebben von der Branchenvereinigung Norwegian Oil Industry Association keine neuen Verhandlungen anberaumt. Der Preisrutsch zum Ende der vergangenen Woche war allerdings vornehmlich auf die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA zurückzuführen.
„Ich halte den Aufwärtstrend weder für besonders kräftig noch für nachhaltig”, sagte Chefökonom Jarmo Kotilaine von der National Commercial Bank in Dschiddah in Saudi-Arabien. Er rechnet mit einer Handelsspanne für Brent zwischen 90 und 110 Dollar je Barrel. Norwegen, sagte er, sein „ein Thema”.
Gold notierte am Morgen am Kassamarkt bei 1.582,10 Dollar je Unze 0,1 Prozent im Minus. Durch den deutlichen Anstieg beim Dollar in der vergangenen Woche war das Edelmetall weniger als alternative Anlage gefragt.






















