Neuemission: Börsengang von Braas Monier läuft gut an

Neuemission: Börsengang von Braas Monier läuft gut an

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Ziegel und Stein: Braas Monier will raus aus den Schulden

Braas Monier, Hersteller für Dachsteine, Dachziegel und Schornsteine, will am 25. Juni den Sprung an die Börse schaffen. Die Nachfrage nach den neuen Aktien ist offenbar da - obwohl sie teuer sind.

Mit dem Slogan „Alles gut bedacht“ wirbt Braas Monier aus dem Taunus seit 25 Jahren – jetzt geht der Hersteller für Dachsteine, Dachziegel und Schornsteine an die Börse. Gut durchdacht ist die Neuemission allemal, jedenfalls aus Sicht der Alteigentümer und des Unternehmens selbst. Denn die Investoren wollen Kasse machen, und die Firma braucht dringend Geld: Die Nettoschulden betragen rund 500 Millionen Euro, das Eigenkapital ist komplett aufgezehrt.

Börsenneuling Braas Monier Building im Check

  • Branche

    Baustoffe (Dachsteine, Dachziegel, Schornsteine)

  • Mitarbeiter

    7.400

  • Nettogewinn

    2011: –35,1 Millionen Euro
    2012: –213,7 Millionen Euro
    2013: –69,0 Millionen Euro
    2014 (geschätzt): 20,0 Millionen Euro

  • Umsatz

    2011: 1,39 Milliarden Euro
    2012: 1,31 Milliarden Euro
    2013: 1,31 Milliarden Euro
    2014 (geschätzt): 1,35 Milliarden Euro

  • Konsortialbanken

    BNP Paribas, JP Morgan, UBS

  • Zeichnungsspanne

    23 bis 28 Euro

  • Wert der angebotenen Aktien

    bis zu 644 Millionen

  • Börsenwert (Marktkapitalisierung)

    bis zu 1.102 Millionen Euro

  • Zeichnungsfrist

    11. bis 24. Juni 2014

  • Erstnotiz

    25. Juni 2014

  • ISIN

    LU1075065190

  • Risiko

    hoch

  • Empfehlung

    nicht zeichnen

Für Braas Monier ist der Börsengang ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Sanierung. 2009 hatten die Gläubiger das Unternehmen übernommen, nachdem der Finanzinvestor PAI Partners Braas zu viel Schulden aufgeladen hatte. Die derzeitigen Haupteigner – die Finanzinvestoren Apollo und TowerBrook, der Hedgefonds York Capital und BNP Paribas – wollen im Zuge des Börsengangs ihre Beteiligung auf 42 Prozent reduzieren. Bis zu 644 Millionen Euro soll der Börsengang einbringen, doch nur maximal 100 Millionen Euro davon fließen ins Unternehmen.

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Seinen Umsatz macht Braas Monier zu mehr als 80 Prozent in der Europäischen Union, außerdem sind Malaysia und Südafrika wichtige Märkte. Wegen der Euro-Schuldenkrise machte Braas in Südeuropa im vergangenen Quartal Verluste.

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Am Donnerstag, dem zweiten Tag der Zeichnungsfrist, meldeten die begleitenden Banken, dass das Orderbuch - einschließlich der Platzierungsreserve - bereits mehr als einmal gefüllt sei, wie zwei Insider sagten. Diese Mitteilung ist für viele Investoren ein wichtiges Signal. Sie zeichnen nur überzeichnete Neuemissionen, weil sie nicht riskieren wollen, am Ende mehr Aktien zugeteilt zu bekommen, als sie eigentlich haben wollen.
"Die Nachfrage ist groß, ähnlich wie bei Stabilus ", sagte ein Banker. Die Aktien des Gasfedern-Herstellers waren in der Mitte der Preisspanne ausgegeben worden und haben seit ihrer Erstnotiz vor einem Monat rund zehn Prozent zugelegt.

Die Auftragslage bei Braas Monier ist geprägt vom stark zyklischen Baugeschäft, das aktuell aber, gerade in Deutschland, ordentlich boomt. Ein Blick auf den Konkurrenten Wienerberger zeigt, dass die Aktie des gerade noch profitablen Unternehmens teuer wird: Würde Braas wie der österreichische Konkurrent Wienerberger mit dem 0,6-Fachen des für 2014 erwarteten Umsatzes bewertet, dürfte sie nur 20 Euro kosten.

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