Neuemission : Gelungener Börsengang der Norma Group

Neuemission : Gelungener Börsengang der Norma Group

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Die Norma Group stellt überwiegend Verbindungsteile wie Rohrklemmen und Schlauchschellen her, vor allem für die Autoindustrie

von Stefan Hajek und Andreas Toller

Das Börsendebüt bescherte den ersten Aktieninhabern zunächst ein kleines Plus - und der Norma Group 147 Millionen Euro frisches Kapital. Die Aktie gilt als chancenreich. Was der Verbindungshersteller Anlegern zu bieten hat.

Normaquick, Normafix, Normaflex und Normaconnect – diese Bezeichnungen sagen Ihnen nichts? Die Produkte kennen Sie – aus dem Baumarkt oder dem Motorraum Ihres Autos. Es sind fantasievolle Namen für Rohrschellen und Schlauchklemmen – kleine Metallringe, die sich mittels Schraube und Zahnstange bombenfest zurren lassen. Damit – und mit gut 35.000 ähnlichen Produkten, wie Schläuchen, T-Verbindungen und Steckern – beliefert die Norma Group aus Maintal rund 10.000 Kunden in 80 Ländern, vor allem die Autoindustrie, aber auch Maschinenbauer oder Lebensmitteltechniker. Nun erlebte die Norma Group ihr Debüt an der Börse. Nach Abzug der Transaktionskosten bekam das Unternehmen 147 Millionen Euro frisches Kapital und ist mit einem Emissionsvolumen von knapp 390 Millionen Euro der größte Börsengang in Deutschland seit der Neuemission von Brenntag vor mehr als einem Jahr.

Zulieferer im Boom

Die Firma entstand erst 2006 aus der Fusion zweier Mittelständler, die der britische Finanzinvestor 3i in seinem Portfolio hielt. 3i hielt vor dem Börsenstart noch 73 Prozent der Norma-Anteile, will beim IPO aber knapp die Hälfte seiner Aktien abgeben. Der Streubesitz soll nach der Erstnotiz zwischen 50 und 60 Prozent liegen. Private Anleger langten dennoch kaum zu, 97,5 Prozent der Neuemission gingen an institutionelle Investoren.

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Der Markt für Verbindungstechnik wächst schneller als der Rest der Weltwirtschaft – im Schnitt um acht Prozent pro Jahr. Das erklären Analysten mit dem Trend zu Autos mit weniger Gewicht und Spritverbrauch; auch die Schläuche und Verbindungen aus den bisher üblichen Elastomeren werden zunehmend durch leichtere thermoplastische Materialien ersetzt; Norma ist hier Marktführer. Zuletzt wuchs Norma rasant; nachdem der Umsatz krisenbedingt von 458 Millionen Euro (2008) auf 330 Millionen Euro (2009) eingebrochen war, legte er 2010 um 49 Prozent auf 490 Millionen Euro zu. Heuer werden 555 Millionen angepeilt, 2012 sollen es 640 Millionen Euro werden. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Wachstum von 10,8 Prozent bis 2015. Das Unternehmen ist profitabel.

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