O2: Börsengang bringt Telefonica 1,45 Milliarden Euro

O2: Börsengang bringt Telefonica 1,45 Milliarden Euro

Bild vergrößern

Der Ausgabepreis für die Aktie von O2 wird zwischen 5,50 und 5,60 Euro liegen.

Es soll der größter Börsengang in Europa seit Juli 2011 werden. Nun soll laut Finanzkreisen die O2-Aktie zwischen 5,50 bis 5,60 Euro kosten.

Der spanische Telefonriese Telefonica kann Finanzkreisen zufolge mit einem Erlös von bis zu 1,45 Milliarden Euro aus dem Börsengang seiner Deutschland-Tochter O2 rechnen. Die Aktien der Telefonica Deutschland Holding, die unter der Marke O2 den kleinsten der vier deutschen Mobilfunkanbieter betreibt, sollen zwischen 5,50 und 5,60 Euro kosten, wie vier mit dem Prozess vertraute Personen am Montag sagten. "Die Bücher sind in dieser Spanne gut gefüllt", sagte ein Banker. Investoren hatten bis Montagmittag Zeit, die Papiere zu zeichnen, der endgültige Preis sollte am Abend festgesetzt werden.

Der Börsengang im Check

  • Branche

    Mobilfunk

    Zahlen von 2012 an: geschätzt

    Quelle: Telefónica, Banken, eigene Recherche

  • Konsortialbanken

    JP Morgan, UBS; Bank of America, BNP Paribas, Citygroup, HSBC; Banca IMI, BBVA, BayernLB, Commerzbank, Santander, Soc. Gén

  • Umsatz

    2011: 5,04 Milliarden Euro

    2012: 5,15 Milliarden Euro

    2013: 5,34 Milliarden Euro

  • Nettogewinn

    2011: 71 Millionen Euro

    2012: 105 Millionen Euro

    2013: 112 Millionen Euro

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis

    2011: 102

    2012: 69

    2013: 52

    (am oberen Rand der Preisspanne)

  • Dividendenrendite

    2012: 6,7 Prozent

    2013: 7,0 Prozent

    2014: 7,3 Prozent

    (am oberen Ende der Preisspanne)

  • Börsenwert

    Bis zu 7,27 Milliarden Euro

    (am oberen Rand der Preisspanne; bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption)

  • Wert der angebotenen Aktien

    bis zu 1,68 Milliarden Euro

    davon fließen:

    an Telefónica Spanien (Alteigentümer): bis zu 1,68 Milliarden Euro

    an das Unternehmen (Kapitalerhöhung): nichts

    (am oberen Rand der Preisspanne; bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption)

  • Zeichnungsfrist

    17. bis 29 Oktober 2012

  • Erstnotiz

    30. Oktober 2012

  • Preisspanne

    5,25 bis 6,50 Euro

  • Risiko und Einschätzung

    mittleres Risiko

    nicht zeichnen

Telefonica-Deutschland-Chef Rene Schuster will am Dienstag auf dem Frankfurter Börsenparkett den größten Börsengang in Deutschland seit mehr als fünf Jahren feiern. Damals hatte der Motorenhersteller Tognum gut zwei Milliarden Euro erlöst. O2 ist zugleich der größte Börsengang in Europa, seit die spanische Krisenbank Bankia im Juli 2011 ihr Debüt in Madrid gefeiert hatte.

Anzeige

Mobilfunkanbieter O2-Börsengang trifft auf viel Skepsis

Telefónica bringt seine Deutschland-Tochter an die Börse. Anleger werden mit einer hohen Dividende geködert. Doch der Gang auf das Parkett wirft auch etliche Fragen auf.

Rene Schuster, Geschäftsführer der Telefonica Deutschland GmbH & Co. OHG - Noch im Oktober soll die deutsche Tochter O2 an die Börse gehen Quelle: dapd

Die letzte Preisindikation liegt eher am unteren Rand der ursprünglichen Angebotsspanne, die von 5,25 bis 6,50 Euro gereicht hatte. Im Graumarkt waren die O2-Aktien zuletzt bei 5,65 bis 5,75 Euro gehandelt worden. Den Börsengang begleiten federführend JPMorgan und UBS.

Telefonica will bis zu 23 Prozent der Deutschland-Tochter an die Börse bringen, um ihre mehr als 57 Milliarden Euro schwere Schuldenlast abzubauen. Der Erlös fließt komplett nach Spanien, O2 muss die geplante Aufrüstung auf den neuen Mobilfunkstandard LTE aus eigener Kraft finanzieren. Gelockt wurden die Aktionäre vor allem mit einer hohen Dividende von 500 Millionen Euro, die 2013 ausgeschüttet werden und in den Folgejahren noch steigen soll. Den Löwenanteil davon kassiert allerdings die spanische Muttergesellschaft, die ihren Anteilseignern die Dividende für 2012 gestrichen hat. Die Deutschland-Tochter profitiert auf Jahre hinaus von Verlustvorträgen von elf Milliarden Euro, weswegen sie hierzulande kaum Steuern zahlen muss.

Weitere Artikel

Die Nachfrage für die O2-Aktien kam Bankern zufolge vor allem aus dem Ausland. Deutsche Investoren hätten sich eher zurückgehalten. Kepler-Analyst Javier Borrachero sagte, einige würden wegen der Dividende Aktien der spanischen Mutter gegen O2-Aktien umschichten. Wegen des reinen Fokus auf Deutschland könnte das Papier in den Augen der Anleger auch im Vorteil gegenüber anderen multinationalen Telekom-Konzernen sein.

Fondsmanager Andreas Mark von Union Investment sagte: "Kritisch zu sehen ist das schwache Festnetzgeschäft von O2 und die hohe Abhängigkeit vom Großaktionär Telefonica." Doch dieser werde so schnell keine weiteren Aktien mehr auf den Markt werfen. "O2 ist eines der besten Assets in deren Portfolio", sagte er. "Und wenn sich der deutsche Mobilfunkmarkt doch irgendwann konsolidert, würden sie bei einem zu frühen Ausstieg viele Chancen vergeben."

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%