Ölmarkt Internationale Energiebehörde fordert Investitionen

Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur werden vor allem die Entwicklungsländer die weltweite Öl-Nachfrage steigern. Es drohen Preissprünge - falls nicht mehr investiert wird.

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Ohne höhere Investitionen drohen auf dem Ölmarkt Preissprünge, warnt die Internationale Energieagentur (IEA). Quelle: dpa

Die Internationale Energieagentur (IEA) mahnt weltweite Investitionen in den Ölmarkt an, damit die Nachfrage auch nach 2022 noch erfüllt werden kann. Für die kommenden drei Jahre sehe die Lage zwar noch „komfortabel“ aus, teilte die Agentur, die regelmäßig Analysen zu Entwicklungen am Energiemarkt veröffentlicht, in Houston mit. Bei der Vorstellung der Fünf-Jahres-Prognose warnte IEA-Chef Fatih Birol jedoch: „Dies ist keine Zeit für Selbstzufriedenheit.“ Wenn weltweit nicht wieder mehr investiert werde, drohe erneut eine Sprunghaftigkeit bei den Preisen.

Mehr Öl wird dem Bericht zufolge vor allem aus den USA kommen. Von den Mitgliedern des Ölkartells Opec würden hauptsächlich die kostengünstig produzierenden Länder wie Irak, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate zum Angebot beitragen. In Russland werde die Produktion stabil bleiben, in Nigeria, Algerien und Venezuela sinken.

Verantwortlich für den steigenden Öl-Bedarf werden nach Ansicht der Energieexperten die Entwicklungsländer sein. Die Nachfrage aus Indien werde die aus China überholen. Asien werde für Ölimporte über den Mittleren Osten hinausgucken müssen.

E-Fahrzeugen gesteht die Energieagentur zwar einen wichtigen Einfluss auf den Ölbedarf zu. Sie schätzt dennoch, dass diese die mit Kraftstoff betriebenen Transportmittel bis 2022 nur begrenzt ersetzen werden.

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