Ottes Orderbuch: Langfristiges Anlegen erfordert viel Disziplin

kolumneOttes Orderbuch: Langfristiges Anlegen erfordert viel Disziplin

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Value Investoren lassen sich von von kurzfristigen Stimmungsschwankungen an der Börse nicht beeinflussen

Kolumne von Max Otte

Langfristiger Erfolg an der Börse ist mehr als der Kauf von unterbewerteten Aktien und steigenden Kursen. Wie Sie frei von Stimmungsmache rationale Anlageentscheidungen treffen.

„Value Investing is simple but not easy“ – diesen Satz hat Investmentlegende Warren Buffett einmal über die Kunst des Investierens gesagt. Er mein damit: Die Grundprinzipien des Value Investing sind zwar einfach zu verstehen – die meisten davon beruhen auf dem gesunden Menschenverstand – aber in der Praxis schwer umzusetzen.

Und tatsächlich. Für einen langfristigen Erfolg an den Börsen gehört mehr dazu, als nur unterbewerte Aktien kaufen und dann entspannt zu warten, bis die Kurse steigen. Neben Geduld sind noch weitere Disziplinen notwendig.

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Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Investieren ist die Frage nach der richtigen Vermögensaufteilung. Wer sich der Frage, wie viel Kapital wann in welche Vermögensklasse investiert werden sollte, ernsthaft stellt, dem wird schnell bewusst, dass dies mitunter nicht einfach zu beantworten ist. Dabei bildet Vermögensaufteilung das Rückgrat einer jeden Investmentstrategie und damit die erste entscheidende Disziplin für einen erfolgreichen Value Investing Prozess. Hier spielen vor allem auch persönliche Aspekte wie die eigene Finanzsituation oder die eigene Anlegerpersönlichkeit eine tragende Rolle. Gleichzeitig ist es wichtig, sich nur auf Anlageklassen zu konzentrieren, deren Struktur man selbst versteht und nachvollziehbar findet.

Zur Person

  • Max Otte

    Max Otte, Jahrgang 1964, ist ein deutsch-amerikanischer Ökonom, der durch sein 2006 erschienenes Buch „Der Crash kommt“, in dem er die Finanzkrise vorhersagte, national wie international große Bekanntheit erlangt hat. Er ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms und war Professor für Unternehmensanalyse und -diagnose an der Universität Graz. Der Vertrag mit der Uni Graz ist inzwischen ausgelaufen ist, die Lehrtätigkeit in Worms ruht. Otte ist Leiter des 2003 von ihm gegründeten Instituts für Vermögensentwicklung (IFVE) sowie unabhängiger Fondsmanager. Zwei Investmentfonds für Privatanleger, die nach der Strategie von Max Otte seit 2008 und 2013 anlegen, basieren auf seinen Anlageentscheidungen. Otte ist Herausgeber des Börsenbriefs "Der Privatinvestor", hat zahlreiche Bücher zu verschiedensten Wirtschafts- und Anlagethemen veröffentlicht und ist gern gesehener Gast auf Vortragsveranstaltungen, in Talkshows und in Expertengremien.

Privatanleger sollten keine Strukturprodukte kaufen

Für mich sind das nach wie vor die klassischen Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Immobilien, Termingelder, Edelmetalle. Eine Streuung auf diese Vermögensformen ist völlig ausreichend und schon komplex genug, wenn es um den optimalen Anlagemix geht. Von komplexen und in der Kostenstruktur häufig intransparente Strukturprodukten sollten vor allem Privatanleger die Finger lassen.

Treffen Sie Ihre Entscheidungen zudem möglichst frei von Emotionen. Von Natur aus ist unser Handeln stark von unserer Stimmung und unseren Gefühlen geprägt. So ist auch die „Börsenstimmung“ tagtäglich von den Launen, Ängsten und Hoffnungen und kursierenden Gerüchten seitens der Marktteilnehmer beeinflusst. Wer langfristig erfolgreich investieren will, sollte sich von einer solchen „Stimmungsmache“ jedoch frei machen und Anlageentscheidungen auf einer rationalen Basis und der Fundamentalanalyse des jeweiligen Unternehmens treffen.

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