Ottes Orderbuch: Mit Dividendengaranten gegen den Nullzins

kolumneOttes Orderbuch: Mit Dividendengaranten gegen den Nullzins

Kolumne von Max Otte

Mit den richtigen Aktien sind noch immer ansehnliche Renditen drin, obwohl die Kurse bereits stark gestiegen sind. Der Mischkonzern Johnson&Johnson etwa ist eine solide und vielversprechende Geldanlage.

In der letzten Woche hatte ich Ihnen geschrieben, dass es auch in einer aus den Fugen geratenen Investmentwelt immer noch vernünftige Anlagemöglichkeiten gibt. Zwar sind viele Consumer-Titel wie Nestlé, Coca Cola und Procter & Gamble aktuell im Bereich ihrer fairen Bewertung, aber „fair bewertet“ heißt letztlich nichts anderes, als das Sie den Preis zahlen, den das Unternehmen (die Aktie) auch Wert ist – und diesen Preis zahlen Sie für erstklassige Geschäftsmodelle mit starken Marken und langfristigen Wettbewerbsvorteilen. Diese Unternehmen haben bislang jede noch so schwere Krise überlebt und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch künftige Krisen durchstehen. Neben einer hohen Grundsicherheit bieten Ihnen viele dieser „Franchise“-Unternehmen, wie Warren Buffett sie nennt, auch zuverlässige Dividenden, die Ihnen eine deutlich attraktivere Rendite bringen, als irgendwelche mickrigen Zinsen auf Spareinlagen – wenn es überhaupt noch Zinsen gibt…

Anzeige

Zur Person

  • Max Otte

    Max Otte, Jahrgang 1964, ist ein deutsch-amerikanischer Ökonom, der durch sein 2006 erschienenes Buch „Der Crash kommt“, in dem er die Finanzkrise vorhersagte, national wie international große Bekanntheit erlangt hat. Er ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms und war Professor für Unternehmensanalyse und -diagnose an der Universität Graz. Der Vertrag mit der Uni Graz ist inzwischen ausgelaufen ist, die Lehrtätigkeit in Worms ruht. Otte ist Leiter des 2003 von ihm gegründeten Instituts für Vermögensentwicklung (IFVE) sowie unabhängiger Fondsmanager. Zwei Investmentfonds für Privatanleger, die nach der Strategie von Max Otte seit 2008 und 2013 anlegen, basieren auf seinen Anlageentscheidungen. Otte ist Herausgeber des Börsenbriefs "Der Privatinvestor", hat zahlreiche Bücher zu verschiedensten Wirtschafts- und Anlagethemen veröffentlicht und ist gern gesehener Gast auf Vortragsveranstaltungen, in Talkshows und in Expertengremien.

Ein solches Unternehmen mit Dividendengarantie und erstklassigem Geschäftsmodell ist auch Johnson & Johnson. Der Mischkonzern existiert seit 1885 ist sowohl in der Konsumgüterbranche mit Körperpflegemitteln und Nahrungsmitteln als auch im Pharmabereich und der Medizintechnik sehr gut aufgestellt. Bekannte Marken sind unter anderem bebe, Compeed und Rhinopront. Wir stark die Marken des Konzerns sind, verdeutlicht, dass Johnson & Johnson mit 24 Produkten einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar im Jahr einspielt.

Das Geschäftsmodell von Johnson & Johnson ist für Anleger transparent und verständlich. Mit Ausnahme der Produkte des Geschäftssegments Medizintechnik werden alle Güter täglich konsumiert. Das Management hat eine klare Vorstellung von der Entwicklung des Unternehmens und führt den Konzern entsprechend gut.

Ottes Orderbuch Absurdes Sparverhalten der Deutschen schrumpft Vermögen

In seiner neuen Kolumne auf wiwo.de widmet sich Börsenprofessor Max Otte der mit der Finanzkrise völlig aus den Fugen geratenen Investmentwelt und den Chancen, dem schleichenden Vermögensschwund zu begegnen.

Max Otte im Interview Quelle: Presse

Nicht zuletzt die hohe Margen überzeugen. So beträgt die Nettomarge im Zehnjahresrückblick durchschnittlich 19 Prozent, die Cashflowmarge rund 25 Prozent. Der Gewinn wuchs über die letzten zehn Jahre mit 5,5 Prozent und der Umsatz mit durchschnittlich 4,4 Prozent. Die Gesamtkapitalrendite liegt bei 12,4 Prozent pro Jahr.

Über die letzten zehn Jahre entwickelten sich die Erträge sehr kontinuierlich. Die hohe Ertragskraft ermöglicht Johnson & Johnson seit über fünfzig Jahren nicht nur eine zuverlässige Dividendenausschüttung sondern auch deren kontinuierliche Erhöhung. So erhöhte der Konzern im Jahr 2014 zum 52. Mal in Folge die Dividendenausschüttung an seine Aktionäre. Auch das Wachstum insgesamt lässt sich weiterhin sehen. In den USA steigerte der Konzern den Umsatz 2014 um 9,1 Prozent. Mit 47 Prozent des Umsatzes ist der Heimatmarkt der bislang wichtigste und wachstumsstärkste Markt für den Konzern. Aber auch in Europa legt Johnson & Johnson moderat zu.

Weitere Artikel

Der Kassenbestand beträgt derzeit 14,5 Milliarden Dollar. Hinzu kommen 18,6 Milliarden Dollar schnell liquidierbarer Anlagen. Hier ist also auch weiterhin Raum für Zukäufe. Allein in diesem Jahr möchte der Konzern 20 neue Produkte auf den Markt bringen.

Die Aktie Johnson & Johnson ist in den vergangenen Jahren schon gut gestiegen. Dennoch können Sie immer noch knapp drei Prozent Dividendenrendite verdienen und dies bei sehr hoher Grundsicherheit.

Hinzu kommt die Erwartung auf rund fünf Prozent Kurswachstum pro Jahr. Das ergibt eine Renditeerwartung von acht Prozent – nicht schlecht für ein sicheres Langfristinvestment. Und besser als die von schleichender Enteignung bedrohten Sparguthaben allemal. 

Max Otte ist Herausgeber des Börsenbriefs "Der Privatinvestor" und berät den Max Otte Vermögensbildungsfonds für Privatanleger (WKN A1J3AM)), der nach seiner Strategie und Methode der Königsanalyse investiert.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%