Pfund Sterling: Brexit bringt Aktien und Pfund ins Taumeln

Pfund Sterling: Brexit bringt Aktien und Pfund ins Taumeln

, aktualisiert 06. Juli 2016, 18:40 Uhr

Die Furcht vor den Folgen des Brexit-Votums für die Finanzstabilität und Wirtschaft hat die Anleger wieder erfasst. Gefragt bleiben die als sicher geltenden Anlagen wie Gold.

Die politische Krise in Großbritannien nach dem Brexit-Votum hat den Finanzmärkten am Mittwoch erneut zugesetzt. Der Dax fiel um 1,7 Prozent auf 9373,26 Punkte, der EuroStoxx50 büßte 1,8 Prozent ein. Der Londoner "Footsie" verlor 1,3 Prozent. Das Pfund Sterling brach auf ein frisches 31-Jahres-Tief ein. Gefragt bleiben die als sicher geltenden Anlagen wie Gold.

In den USA sprach das Notenbank-Führungsmitglied William Dudley vom Brexit als einer der "dunkelsten Wolken" am Konjunkturhorizont. An der Wall Street notierten der Dow-Jones - und der S&P500 -Index zum europäischen Handelsschluss nach überraschend guten US-Daten aber nur noch leicht im Minus.

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"An Europas Börsen überschlagen sich die Sorgen über die Brexit-Folgen und die Finanzstabilität", erklärte Niall Delventhal vom Brokerhaus FXCM. Neben dem Pfund-Einbruch und den Befürchtungen einer jähen Störung der Wirtschaftserholung in Europa schlage die Lage der italienischen Banken den Anlegern auf den Magen. Doch vor allem die Kurse der Deutschen Bank und der Credit Suisse brachen auf neue Rekordtiefstände ein. Die Anleger fürchten, dass die Banken bei einer Wirtschaftsflaute mit Kreditausfällen zu rechnen haben.

Im Schnitt verloren die Finanztitel knapp 2,5 Prozent. Dabei standen besonders die Aktien der Deutschen Bank mit einem Minus von 5,6 Prozent auf ein Rekordtief von 11,54 Euro unter Druck. Sowohl im Dax, als auch im EuroStoxx50 hielten die Aktien damit die rote Laterne. Die Credit-Suisse, die zweitgrößte Bank der Schweiz, fiel erstmals unter die Zehn-Franken-Marke. Da sich die Aktienkurse beider Geldhäuser seit Jahresanfang etwa halbiert haben, droht den beiden der Abstieg aus dem Stoxx50 für die größten börsennotierten Unternehmen Europas. Dort waren am Mittwoch Lloyds mit einem Minus von 6,8 Prozent das Schlusslicht.

Die italienischen Banken ächzen unter einem 360 Milliarden Euro schweren Berg fauler Kredite. Die Titel der krisengeschüttelten Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) stiegen zwar um sechs Prozent auf 28,13 Cent. Doch waren sie am Dienstag um fast 20 Prozent eingebrochen. Die HVB-Mutter Unicredit verloren 3,3 Prozent, womit sie im EuroStoxx ebenfalls zu den größten Verlierern zählten. Im Schnitt sanken die italienischen Finanzwerte um zwei Prozent.

Gold wieder attraktiver

Die Verunsicherung der Anleger bekam das Pfund erneut zu spüren. Die britische Devise - eine der Weltreservewährungen - fiel im asiatischen Handel auf rund 1,28 Dollar von 1,30 Dollar am Dienstagabend. Zum Vergleich: Noch unmittelbar vor Bekanntwerden der Brexit-Abstimmung in der Nacht zum 24. Juni hatte es bei 1,50 Dollar gelegen.

In dieser Gemengelage war die "Antikrisen-Währung" Gold gefragt. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 1374,91 Dollar und kostete damit so viel wie zuletzt im März 2014. Börsianer rechnen mit weiteren Preissteigerungen. Schließlich gingen auch die Renditen der Staatsanleihen auf breiter Front nach unten. So drückte die Nachfrage nach Bundesanleihen die Rendite der zehnjährigen Titel zeitweise auf ein frisches Rekordtief von minus 0,204 Prozent.

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