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Private Solaranlagen: Elf Prozent Rendite sind drin

von Stefan Hajek

Für Hausbesitzer ist Solarstrom dank der subventionierten Einspeisevergütung meist immer noch ein lohnendes Geschäft. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert ihnen für 20 Jahre fixe Vergütungssätze für den Strom zu.

Montage einer Solaranlage Quelle: dpa
Unter anderem ist die Neigung des Daches für die Rendite entscheidend Quelle: dpa

Doch die Zeiten, da sich mit der hauseigenen Solaranlage zweistellige Renditen erwirtschaften ließen, sind vorbei. Der Betrag, den die Stromversorger wie E.ON, EnBW und RWE den Betreibern pro ins Netz gespeiste Kilowattstunde (kWh) bezahlen müssen, sinkt laufend. Wie schnell, regelt das EEG. Um neun Prozent sinkt die Vergütung mindestens pro Jahr (Basis-Degression); meist dürfte die Kürzung jedoch höher ausfallen, denn je mehr neue Anlagen im jeweils laufenden Jahr ans Netz gehen, desto stärker wird die Förderung für das jeweils kommende gekürzt.

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So will der Gesetzgeber vermeiden, dass die Stromkunden zu sehr zur Kasse gebeten werden, die den Betreibern die Einspeisevergütung indirekt über die Strom-Umlage (3,53 Cent und ab dem kommenden Jahr 3,59 Cent je kWh) bezahlen. Vorerst wird es von Januar 2012 an 15 Prozent weniger für den selbst gemachten Strom geben als 2011. Das sind pro kWh 24,43 Cent statt 28,74 Cent.

Rösler gibt keine Ruhe

Es kann aber auch noch weniger werden. Der Druck, die Subventionen schneller zu senken, ist hoch. Vor allem Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) drängt darauf. Er will von 2012 an pro Jahr nur noch neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von zusammen 1,0 Gigawatt (GW) fördern.

Ist diese Grenze erreicht, sollen keine Anlagen mehr subventioniert werden. 2010 hatte der Solarzuwachs 7,4 GW betragen, für 2011 rechnen die Netzbetreiber mit 6,5 GW. Setzte Rösler sich durch, würde das den Hausdach-Betreibern in spe einen Strich durch die Solarrechnung machen: Durch den festen Deckel von einem GW Fördervolumen pro Jahr könnte niemand mehr im Vorfeld sicherstellen, ob seine Anlage noch in die Förderung fällt oder nicht. Eine so radikale Senkung ist zwar unwahrscheinlich, aber auch ein neuer Kompromiss dürfte gegenüber der jetzigen Regelung keine Verbesserung darstellen.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.12.2011, 19:29 UhrAnonymer Benutzer: Hydropath

    Rösler? FDP? Die wären doch über ein Ergebnis von 5,9% froh.Wenn man keine Themen mehr findet macht man halt die Photovoltaik schlecht.Ich glaube nicht das ein einziger Wähler deswegen die FDP wählen wird,wenn sich Herr Rösler durchsetzt.Warum sagt er nicht gleich, dass die Atomkraftwerke wieder hochgefahren werden müssen.Ich kann über die FDP nur noch den Kopf schütteln.

  • 20.12.2011, 16:17 UhrAnonymer Benutzer: Strompreis

    Nur mal interessehalber: Wissen Sie, was ein Deckel von 1 GWp pro Jahr gegenüber dem aktuellen Ausbauszenario (3,5 GWp p.a.) an Kosteneinsparungen ausmachen würde (in Cent pro kWh)?
    Ich verrate es Ihnen: 0,1 Cent! Das sind 0,4% des Strompreises oder 3,50 Euro im Jahr bei einem Verbrauch von 3.500 kWh. Die Strompreiserhöhungen allein in diesem Jahr werden zwischen 5-10% betragen. Und für diese Erhöhung bekommen sie keinen Mehrwert! Für die 0,4% bekommen Sie wenigstens die Gewissheit, das 3 Mrd. kWh p.a. umweltfreundlicher Strom zusätzlich produziert wird. Es gibt schlechtere Geschäfte.

    Ärgern Sie sich über die 0,4%, ich ärgere mich über die zehnfache Erhöhung der Stromanbieter! Aber mindestens 10mal mehr!

  • 20.12.2011, 15:58 UhrAnonymer Benutzer: SehrKlug

    Also ich betreibe meine Anlage seit über 5 Jahren, und dieses Jahr ist vom Ertrag her das beste, trotz eines verregneten Sommers! So groß können die Leistungseinbußen also nicht sein! Reparaturen hatte ich auch noch keine, Kosten zero! Welche Stromerzeugungsanlage kann das nach 5 Jahren von sich behaupten?

    Und "wegschmeißen" brauchen Sie die Anlage nach 20 Jahren auch nicht. Warum sollten Sie auch?! Ich wette, in 15 Jahren gibt es serienreife Stromspeicher für Einfamilienhäuser, mit denen ich mich weitestgehend autark versorgen kann. Und im worst case verkaufe ich halt den Strom für 10 Cent / kWh an einen Ökostromlieferanten. Wetten dass?

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