Prognose angehoben: Novartis-Aktie mit Potenzial

Prognose angehoben: Novartis-Aktie mit Potenzial

Bild vergrößern

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat am Mittwoch Zahlen vorgelegt.

Der Schweizer Pharmahersteller hat seine Jahresprognose angehoben, dennoch gehört die Aktie aktuell zu den Verlierern. Das dürfte sich bald wieder ändern - selbst Börsen-Pessimist Marc Faber setzt auf das Papier.

Eigentlich waren die Zeiten für Pharmakonzerne wie Novartis zuletzt nicht allzu rosig, zu groß schien die Konkurrenz der Generika-Hersteller. Entsprechend fielen die Zahlen aus, die das Schweizer Unternehmen am Mittwoch verkündete. Der Gewinn lag im zweiten Quartal bei 2,55 Milliarden Dollar und sank damit um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings hatten die Baseler schlimmeres befürchtet und hoben deshalb die Prognose auf Jahressicht an. Novartis rechnet nun mit einem Anstieg des Umsatzes um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag. Bisher war der Konzern von einer Stagnation ausgegangen. Anleger waren trotzdem unzufrieden, sie hatten sich mehr erhofft. Die Anteilsscheine fielen um 1,3 Prozent auf 68,20 Franken. Aktionäre hatten auf aktionärsfreundliche Maßnahmen gehofft, auch Gewinnmitnahmen machten der Aktie zu schaffen.

Anzeige

Dabei dürfte es sich um ein kurzes Beben unter den Anlegern handeln, denn eigentlich sind die Papiere des Pharmaunternehmens vielversprechend. Novartis ist wachstumsstark (Umsatz in neun Jahren verdoppelt), hochrentabel (mehr als 20 Prozent Reingewinn vom Umsatz) und hat eine aussichtsreiche Medikamenten-Pipeline. Dazu ist die Aktie nicht teuer und bringt 3,3 Prozent Dividendenrendite. Selbst Börsen-Pessimist Marc Faber zählt Novartis zu seinen Anlagefavoriten.

Marc Faber im Interview Welt auf dem Weg in den finanziellen Untergang

Investor Marc Faber kritisiert die Gelddruckmanie der Notenbanken und sieht die Welt auf dem Weg in den finanziellen Untergang. Im Interview erklärt er, dass es bis dahin aber durchaus noch etwas zu verdienen gibt.

Crahs-Prophet und Börsenguru Marc Faber: Er kritisiert vor allem Notenbanken und Regierungen. Durch die lockere Geldpolitik von FED und EZB seien gefährliche Gleichgewichte entstanden. Im Krisenfall hält der Börsenguru grundsätzlich ein "Goldverbot" für "absolut realistisch". Trotzdem empfiehlt Faber Investitionen in Gold. Die jüngste Goldpreis-Korrektur sei eine gute Gelegenheit um weiter zuzukaufen. Quelle: Gian Marco Castelberg

Das Pharmaunternehmen ist gerade in einer neuen Wachstumsphase. Dass Patente für wichtige Medikamente ausgelaufen sind (etwa für den Blutdrucksenker Diovan), stecken die Schweizer mittlerweile gut weg. Zum einen ist der Anteil relativ neuer Medikamente (Einführung 2008 oder später) mit rund 30 Prozent sehr hoch; hier kann Novartis auf Jahre hinaus, in der Regel mindestens bis 2017, unter Patentschutz hohe Preise für seine Medikamente verlangen. Zum anderen kommen derzeit wieder reichlich neue Präparate nach. Bis Ende 2014 sind an die 20 Zulassungsanträge für neue Medikamente möglich – ein Spitzenwert in der Pharmabranche. Dahinter steht eine Pipeline, in der aktuell an mehr als 200 Projekten geforscht wird, zum Teil im fortgeschrittenen klinischen Stadium.

Ein strategischer Vorteil von Novartis ist, dass die Schweizer neben ihrem zentralen Pharmageschäft auch führend sind bei Generika (Sandoz, Hexal), Impfstoffen, Augenheilkunde (Alcon) und frei verkäuflichen Medikamenten. Dazu kommen wertvolle Beteiligungen: vom 33-Prozent-Anteil der stimmberechtigten Aktien am Pharmakonzern Roche bis hin zu den sechs Prozent am Biotech-Überflieger Morphosys.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%