Rabattportal: Klagen killen den Groupon-Kurs

Rabattportal: Klagen killen den Groupon-Kurs

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Für Groupon sieht es ganz düster aus, die Aktie ist auf Talfahrt.

Groupon findet keine Ruhe: Mehrere US-Anwaltskanzleien werfen dem Internetkonzern Verstöße gegen das Wertpapiergesetz vor, die Börsenaufsicht SEC ermittelt. Der ohnehin angeschlagenen Aktie tut das nicht gut.

Neuer Ärger für den Rabattdealer Groupon. Nachdem das Unternehmen am Freitag seine Zahlen fürs Schlussquartal 2011 korrigiert hat, ist die amerikanische Börsenaufsicht SEC in dieser Woche erneut auf das Internetunternehmen aufmerksam geworden. Grund für die Korrektur sei der nachträglich festgestellte Bedarf: die Reserven müssten erhöht werden. Statt einem Verlust von 43 Millionen Dollar hat Groupon also 65,4 Millionen Dollar - rund 50 Millionen Euro - Miese gemacht. Analysten hatten eigentlich mit Gewinnen gerechnet - ärgerlich für Investoren, die sich auf die Prognose verlassen haben. Aber eben nicht nur die Anleger horchten am Freitag auf. Die SEC habe zwar noch nicht entschieden, ob sie eine offizielle Untersuchung einleitet, berichtete das "Wall Street Journal". Sie nehme die Ereignisse aber genau unter die Lupe. Es wäre nicht das erste Mal, dass Groupon eine Rüge der Börsenaufsicht kassiert. Schon einmal musste das Unternehmen, das erst seit November 2011 an der Börse ist, seinen Prospekt ändern.

Aber auch wenn die SEC dieses Mal die Füße still hält, eine Sammelklage der Aktionäre hat Groupon jetzt schon am Hals. Die auf Aktionärsklagen spezialisierte Kanzlei Ryan & Maniskakis LLP sowie mindestens vier andere Kanzleien werfen dem Management vor, falsche Angaben gemacht und die Anleger getäuscht zu haben. Wer zwischen dem 4. November 2011 und April 2012 Groupon-Aktien gekauft hat, kann sich an die Kanzleien wenden und der Sammelklage beitreten. Für das Unternehmen ist das besonders ärgerlich, hatte es doch erst am Montag eine andere Sammelklage gegen Zahlung von 8,5 Millionen Dollar beigelegt. Der Vorwurf in diesem Verfahren: unzulässige Verfallsdaten für Rabatt-Coupons. Die nächsten drei Jahre darf Groupon maximal zehn Prozent der Rabattangebote mit weniger als als einem Monat Laufzeit verkaufen.

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Die Aktie des Unternehmens stand zwar noch nie sonderlich gut da - einige Analysten sprechen dem Unternehmen auch jetzt noch die nötige Börsenreife ab - aber dank der Klagen und Vorwürfe ging es bereits Montag rasant bergab. Groupon bestätigte zwar ausdrücklich die für das laufende Quartal gemachten Vorhersagen, aber das half nichts. Die Aktie stürzte am Montag um 17 Prozent auf 15,27 Dollar ab. Der Ausgabepreis im November betrug 20 Dollar, der bisherige Höchststand lag bei 26,19 Dollar. Die Verlängerung der Haltefrist für Manager des Unternehmens vom 2. Mai auf den 1. Juni könnte den Kurs noch stabilisieren, aber nur, wenn bei die Quartalszahlen am 14. Mai eine entsprechende Sprache sprechen. Stoßen dann die Großaktionäre ihre Aktienpakete ab, dürfte es wieder steil bergab gehen.

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