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Rating in Gefahr: Moody's teilt aus - Bankaktien knicken ein

von Jörg Hackhausen Quelle: Handelsblatt Online

Moody's holt zum Rundumschlag aus: Die Ratingagentur watscht alle Banken von Rang und Namen ab, darunter auch die Deutsche Bank. Die Begründung bleibt vage. Für manchen Anleger bietet die Aktion einen willkommenen Anlass.

Auch die Deutsche Bank muss sich auf eine Herabstufung durch Moody's gefasst machen. Quelle: dpa
Auch die Deutsche Bank muss sich auf eine Herabstufung durch Moody's gefasst machen. Quelle: dpa

DüsseldorfDie Ratingagentur Moody’s feuert einen Warnschuss auf die Banken ab. Diesmal trifft es nicht die Institute in den europäischen Schuldenstaaten, sondern alles was in der Branche Rang und Namen hat, weltweit. UBS, Credit Suisse und Morgan Stanley könnten bis zu drei Bonitätsstufen verlieren. Bei der Deutschen Bank, Goldman Sachs, JPMorgan und Citigroup droht Moody’s eine Herabstufung um zwei Noten an. Insgesamt stellt die Ratingagentur weltweit 17 Großbanken unter verschärfte Beobachtung.

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Die Begründung der Aktion fällt vage aus: Die Auswirkungen der Schuldenkrise sowie die sich allgemein verändernden Finanzmärkte seien der Grund, erklärte Moody’s in der Nacht zum Donnerstag (MEZ).

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Für Unruhe sorgt außerdem, dass es immer noch keine Einigung auf einen Schuldenschnitt für Griechenland gibt. Noch ist nicht klar, auf wie viele ihrer Forderungen die Banken „freiwillig“ verzichten müssen – oder ob die Griechen am Ende den völligen Bankrott erklären.

Die Anleger reagierten sofort: Kurz nach Börsenstart in Europa knickten die Aktien der Banken ein. In Frankfurt war die Commerzbank größter Verlierer mit einem Minus von knapp vier Prozent, die Aktie der Deutschen Bank gab 3,5 Prozent nach. Im Eurostoxx 50 fielen Santander und Societe Generale um drei Prozent. In Zürich rutschen Credit Suisse und UBS mehr als ein Prozent ins Minus.

Ganz überraschend kommt die Warnung von Moody’s nicht, allenfalls etwas spät. Schließlich stecken die Banken nicht erst seit gestern in Schwierigkeiten. Bereits Anfang Dezember hatte die Europäische Bankenaufsicht EBA festgestellt, dass die Geldhäuser dringend frisches Kapital benötigen, insgesamt 115 Milliarden Euro.

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