
Zweijährige griechische Anleihen haben am Mittwoch so hoch rentiert wie noch nie seit Einführung des Euro. Zeitweise warfen die Titel mehr als 42 (spätes Vortagesgeschäft: 40,036) Prozent ab. Auslöser der neuen Unsicherheit waren die Diskussionen um die Hinterlegung griechischer Sicherheiten für Kredithilfen. Mit Finnland hat Athen eine Sonderregelung vereinbart, woraufhin andere Euro-Länder ähnliche Wünsche anmeldeten. Darüber ist nun zwischen den Euroländern ein heftiger Streit entbrannt.
„An den Wachstumsperspektiven und an der Krise der Eurozone hat sich nichts geändert“, sagte Stratege Peter Chatwell von der Credit Agricole. Das aktuelle Gerangel um die griechischen Hilfen führe nur wieder einmal die Uneinigkeit der Politiker vor.
Versicherungen gegen den Ausfall griechischer Staatsanleihen verteuerten sich ebenfalls. Um eine Summe von zehn Millionen Euro abzusichern, mussten 2,2 Millionen Euro gezahlt werden, das waren 106.000 Euro mehr als am Dienstag. Die Skepsis der Anleger machte sich auch am Aktienmarkt bemerkbar. Der griechische Leitindex fiel um 2,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit nahezu 15 Jahren. Der dortige Bankenindex fiel um 3,4 Prozent.























