Rentenmarkt: Anleger reißen sich um spanische Bonds

Rentenmarkt: Anleger reißen sich um spanische Bonds

, aktualisiert 15. Dezember 2011, 16:04 Uhr
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Spanien freut sich über eine erfolgreiche Anleiheauktion.

Quelle:Handelsblatt Online

Spanien hat am Donnerstag Staatsanleihen im Wert von sechs Milliarden Euro am Markt platziert. Damit nahm das hoch verschuldete Land doppelt so viel ein wie geplant. Die erfolgreiche Emission sorgte für Entspannung am Rentenmarkt.

FrankfurtDie überraschend starke Nachfrage bei der Emission spanischer Staatsanleihen hat am Donnerstag für Entspannung an den europäischen Rentenmärkten gesorgt. Einige Anleger verließen daraufhin den „sicheren Hafen“ Bundesanleihen und stiegen wieder bei spanischen und auch italienischen Papieren ein. Auch der Euro erholte sich etwas, wobei er zusätzlich von einer Reihe positiver US-Konjunkturdaten Auftrieb erhielt.

Anleger reißen sich um spanische Bonds
Als Reaktion auf die spanische Emission gingen die Renditen der bereits gehandelten fünf- und zehnjährigen Anleihen auf 4,751 beziehungsweise 5,537 Prozent zurück. Im Gegenzug verlor der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, 24 Ticks auf 137,62 Punkte.

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Das hoch verschuldete südeuropäische Land nahm mit rund sechs Milliarden Euro fast doppelt so viel ein wie geplant. Gleichzeitig ging der Durchschnittszins um mehr als einen Prozentpunkt auf 4,023 Prozent zurück. „Das ist ein kleiner Sieg“, sagte Zinsstratege Marc Ostwald von Monument Securities. „Aber sie müssen im nächsten Jahr viele Milliarden refinanzieren. Wir werden sehen, wie diese Platzierungen laufen.“ Italien hatte seine Papiere am Vortag nur zu Rekord-Zinsen verkaufen können.

Euro auf Erholungskurs – weitere Rückschläge möglich
Der Euro verteuerte sich auf 1,3040 Dollar und lag damit rund einen US-Cent über seinem Elf-Monats-Tief vom Vortag. Die Gefahr weiterer Rückschläge sei damit aber nicht gebannt, warnte Paul Robson, Devisenstratege bei RBS Global Banking. Der EU-Schuldengipfel der vergangenen Woche habe keine kurzfristige Lösung für die Krise gebracht, es gebe Streit um die zusätzlichen Kredite für den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Aussichten für die Weltwirtschaft seien auch nicht gerade rosig.

Für die USA hellten sich die Aussichten allerdings etwas auf. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von New York legte überraschend stark zu. „Dies alles spricht für eine Stabilisierung und einen sehr positiven Trend der US-Konjunktur“, sagte Finanzmarkt-Experte Peter Kenny vom Finanzdienstleister Knight Capital.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
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