Rentenmarkt: Italienische und spanische Renditen fallen

Rentenmarkt: Italienische und spanische Renditen fallen

, aktualisiert 19. Dezember 2011, 17:19 Uhr
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Die EZB stellt zusätzliche Liquidität zu Verfügung und sorgt so für Entspannung an den Rentenmärkten.

Quelle:Handelsblatt Online

Liquidität der EZB hat für Entspannung am Rentenmarkt gesorgt, die Nachfrage nach italienischen und spanischen Anleihen stieg. Dagegen wächst der Druck auf belgische Bonds. Moody's hatte die Bonität des Landes gesenkt.

FrankfurtDie Bereitstellung zusätzlicher Liquidität durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat Börsianern zufolge am Montag die Nachfrage nach italienischen und spanischen Anleihen verstärkt. Offenbar kauften Kreditinstitute die Papiere auf, um diese beim bevorstehenden Drei-Jahres-Tender als Sicherheit bei der EZB zu hinterlegen, sagte ING-Zinsstratege Alessandro Giansanti. Ein anderer Börsianer betonte, dies dränge die Drohung der Rating-Agentur Fitch, die Kreditwürdigkeit Frankreichs und anderer Euro-Staaten schlechter zu benoten, in den Hintergrund.

Die Renditen der zehnjährigen italienischen und spanischen Titel gingen auf 6,815 beziehungsweise 5,201 Prozent zurück. Damit verringerten sich auch die Risikoaufschläge (Spreads) zu den entsprechenden Bundesanleihen.

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Renten-Experte Nick Stamenkovic von RIA Capital Markets warnte aber vor überzogenen Erwartungen. „Es droht eine Menge Gegenwind Anfang nächsten Jahres: Drohende Herabstufungen, jede Menge Emissionen und sicherlich keine Lösung für Europa. Daher ist dies sicher nur ein kurzfristiges Phänomen.“

Die EZB hatte Anfang des Monats zahlreiche Maßnahmen angekündigt, um die Verspannungen am Geldmarkt zu lösen. Dazu gehören ultra-lang laufende Refinanzierungsgeschäfte, weil sich die Banken wegen der Schuldenkrise untereinander kaum noch Geld leihen. Daneben senkte sie den Leitzins und die Mindestreservequote, also den Anteil der Einlagen, die eine Bank bei der EZB als Sicherheit hinterlegen muss.


Moody's stuft Belgien herab - Bund-Future im Minus

Unter Verkaufsdruck standen dagegen belgische Staatsanleihen, nachdem Moody's die Bonitätsnote des Landes um zwei Stufen auf „Aa3“ gesenkt hatte. Die Rendite der zehnjährigen Papiere stieg auf 4,391 Prozent.

Nach seinen Kursgewinnen der vergangenen Wochen gab der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, 35 Ticks auf 138,22 Punkte nach. Börsianern zufolge sorgten neben Gewinnmitnahmen auch die anziehenden Kurse an den Aktienmärkten für Verkäufe. Charttechnisch sei aber ein Anstieg auf bis zu 139,50 Zähler drin, betonte einer von ihnen.

Euro hängt bei 1,30 Dollar-Marke fest – Won im Sinkflug

Der Euro konnte sich nicht erholen und kostete mit 1,3016 Dollar ungefähr so viel wie zum New Yorker Freitagsschluss. „Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Entwicklung in Europa und den möglichen Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum“, sagte Devisenstratege Lee Hardman von Bank of Tokyo-Mitsubishi-UFJ.

Der Tod des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il sorgte unterdessen an den südkoreanischen Finanzmärkten für erhöhte Nervosität. „Das Risiko oder die Furcht, dass der Tod Kims Provokationen Nordkoreas auslösen könnte, sorgt für Verkäufe“, sagte Hiroyuki Fukunaga, Chef von Investrust in Tokio. Ein Dollar stieg um bis zu 1,8 Prozent auf 1179,80 Won und markierte damit ein Zweieinhalb-Monats-Hoch. Parallel dazu verteuerte sich die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets südkoreanischer Staatsanleihen per Credit Default Swap (CDS) um 10.000 auf 170.000 Dollar.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
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