Rettungsfonds: EFSF leiht sich zwei Milliarden Euro

Rettungsfonds: EFSF leiht sich zwei Milliarden Euro

, aktualisiert 13. Dezember 2011, 15:42 Uhr
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Der EFSF hat sich rund zwei Milliarden Euro besorgt.

Quelle:Handelsblatt Online

Der EFSF hat sich erfolgreich zwei Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Ansturm war groß, die Anleger boten insgesamt rund 6,3 Milliarden Euro. In diesem Jahr sind keine weiteren Auktionen des EFSF geplant.

BerlinDer europäische Rettungsfonds EFSF hat problemlos frisches Geld zu günstigen Konditionen bei Investoren eingesammelt. Die erste Auktion von Anleihen mit dreimonatiger Laufzeit spülte 1,97 Milliarden Euro in die Kassen, teilte der Fonds am Dienstag mit. Die Nachfrage war groß: Die Anleger boten insgesamt knapp 6,3 Milliarden Euro, womit die Auktion 3,2-fach überzeichnet war. Die Zinsen lagen im Schnitt bei 0,2222 Prozent. Zum Vergleich: Die Rendite deutsche Papiere schwankt um die Nulllinie, die der französischen zwischen 0,26 und 0,53 Prozent.

„Das ist ein gelungenes Debüt“, sagte UniCredit-Analyst Kornelius Purps zur ersten Auktion kurzlaufender EFSF-Anleihen. „Wir haben eine gesunde Nachfrage gesehen. Grund dafür ist ein messbarer Renditeaufschlag zu den vergleichbaren Bundespapieren.“ Die Märkte reagierten erleichtert: Der Kurs des Euro stieg auf ein Tageshoch.

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Experten befürchten allerdings, dass der EFSF bei der Versteigerung von Anleihen mit mehrjähriger Laufzeit größere Schwierigkeiten bei der Investorensuche haben dürfte. Grund: Die Ratingagentur Standard & Poor's droht dem EFSF mit dem Verlust der Bonitätsbestnote „AAA“. Diese könnte um ein bis zwei Stufen gesenkt werden, falls einem oder mehreren Euro-Ländern die Bestnote entzogen würde. Das könnte Anleger abschrecken, zumal der Markt für EFSF-Anleihen vergleichsweise klein ist und die Papiere deshalb bei Bedarf nicht so einfach wieder losgeschlagen werden können. „Kurzlaufende Anleihen dürften deshalb stärker nachgefragt werden als langlaufende“, sagte ING-Experte Alessandro Giansanti.

Der EFSF wurde im Mai 2010 aus der Taufe gehoben. Er versorgt derzeit Portugal und Irland mit günstigen Krediten. Der 440 Milliarden Euro große Fonds benötigt zehn Milliarden in bar, um im Notfall rasch reagieren zu können. Der EFSF will mit der Versteigerungen von Papieren mit kurzer Laufzeit seine Flexibilität erhöhen. In diesem Jahr sind aber keine weiteren Auktionen geplant.

Quelle:  Handelsblatt Online
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