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Riedls Dax-Radar: 2013 hat das Zeug zum guten Börsenjahr

von Anton Riedl

Gelingt die Einigung im US-Haushaltsstreit, kann das der Auftakt zu einem guten Börsenjahr werden. Für eine besonders positive Überraschung kann Europa sorgen.

Warren Buffett, weltbekannter Investor

„Es besteht kein Zweifel, dass sich die Konjunktur in den kommenden Monaten weltweit abkühlen wird. Besonders hart dürfte es Europa treffen.“ (24.11.2012)

Bild: dapd

Spannung bis zum Schluss im amerikanischen Haushaltsstreit. Doch es sieht ganz so aus, als ob es so läuft, wie hier vor einer Woche beschrieben: Beide Parteien pokern immer weiter – und Obama versucht als Präsident aller Amerikaner dann letztlich die Sache noch zu retten.

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Dass es mittlerweile Szenarien für einen Übergang gibt (da die automatischen Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen ohnehin erst in ein paar Monaten wirken würden), gibt zusätzlich zeitlichen Spielraum. Dennoch, für die Börsen wäre alles andere als eine Einigung noch in diesem Jahr eine herbe Enttäuschung. Die relative Schwäche des Dow im Vergleich zu den europäischen Indizes in den vergangenen Tagen hat das gut gezeigt.

Allerdings, ein Kursverlauf wie am Donnerstag (27. Dezember) macht Hoffnung: Erst ein massiver Absturz sogar unter die wichtige 13000er-Marke – aber eben nur knapp. Dann ein paar Stunden pendeln um 13000, und schließlich eine mächtige Erholung bis fast auf 13100. Technisch ein schönes Reversal nach oben und damit ein gutes Vorzeichen für die nächsten Tage. Doch wie gesagt: eine absolute Sicherheit ist das natürlich nicht; nur ein Indikator dafür, dass die Chancen auf eine Lösung größer sind als das Risiko des Scheiterns.

Japanische Aktien als Ergänzung?

Die weltweiten Aktienmärkte sind vergleichsweise wenig von dem US-Gezerre beeindruckt. Der Euro Stoxx hält sich – charttechnisch ganz wichtig! – weiter über der Marke von 2600. Der Dax hat etwas von der Spitze bei 7670 abgegeben, aber eben nicht viel; und Korrekturen werden sofort wieder gekauft; ein gutes Zeichen.

Richtig durchgezogen hat der Nikkei. Seit jeher führen japanische Aktien ein Eigenleben. Der historische Anstieg des Nikkkei bis fast auf 40000 Punkte und die danach folgende Baisse hatte wenig mit der Entwicklung in Europa und Amerika zu tun. Kein Wunder, dass Japan in den vergangenen Jahren immer mehr aus den Augen westeuropäischer Anleger verloren ging.

Ob es hier mit der neuen und zum Teil alten Regierungsmannschaft eine generelle Wende gibt, ist noch nicht entschieden. Dennoch könnte sich der japanische Aktienmarkt langfristig als lukrative Ergänzung erweisen. Wenn die Wende gelingt, hat keiner unter den bedeutenden Aktienmärkten der Welt ein solches Potenzial wie Japan. Dass das Land derzeit nur wenige Investoren auf dem Radar haben, unterstreicht nur die langfristigen Möglichkeiten.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 28.12.2012, 14:36 UhrNichtDumm

    Die Börse hat doch mit Marktrealität seit einem Jahr nichts mehr zu tun. Alle klammern sich an den Strohhalm Aktie, damit sie wenigstens ein wenig Geld nach dem Zusammenbruch der Währungen erhalten können. Es ist schlicht hilflose Verzweiflung.

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