Riedls Dax-Radar: Absturzgefahr am Aktienmarkt

kolumneRiedls Dax-Radar: Absturzgefahr am Aktienmarkt

Bild vergrößern

Die Börsen in China stehen unter Druck, was auch die Stimmung an der Börse Frankfurt trübt

Kolumne von Anton Riedl

Die Gefahr weiterer Kursrückschläge im Dax ist so hoch wie seit 2011 nicht mehr. Läuft es schlecht, könnte es bis auf 7000 Punkte runtergehen. Aber noch bleibt etwas Hoffnung.

Mit einem Sprung retten US-Aktien am Donnerstag ein ordentliches Plus. Im Dow sind es 1,4 Prozent, im Nasdaq-100-Index mehr als zwei Prozent. Ein solcher Anstieg war nach den schweren Kursverlusten der vergangenen Tage bitter nötig. Das ist zwar noch keine eine Entwarnung, aber damit hat der Markt wenigstens die Chance, nicht gleich in einem Zug abzustürzen.

Immerhin gibt das etwas Luft – für viele Anleger, die nicht mit einem so schwachen Jahresanfang gerechnet haben und die jetzt womöglich umdisponieren. Dabei sind es zwei Kurven, die Anleger derzeit besonders beunruhigen: Die des chinesischen Aktienmarkts und die des Ölpreises.

Anzeige

Kurzfristige Risiken und langer Trend in Shanghai

Nimmt man den Shanghai Composite-Index SSE, so haben chinesische Aktien seit Sommer 2015, als die ersten negativen Wirtschaftsprognosen die Runde machten, mehr als 40 Prozent verloren. Auch wenn das im Vergleich zur Entwicklung in der übrigen Welt eine sehr schwache Performance ist, steht der SSE bei derzeit 2900 Punkten immer noch weit über den Tiefpunkten von 2014.

China und der Dax "Chinas Salami-Crash ist schmerzhaft für die Märkte"

Die Aktienkurse in China brechen regelmäßig ein und belasten damit auch den Dax. Anlagestratege Christian Kahler erklärt, warum Zukäufe sich dennoch lohnen und wie Anleger sich absichern können. Ein Interview.

Chinas Börsen: Keine Beständigkeit in Aussicht. Quelle: dpa Picture-Alliance

Und, was noch wichtiger ist, er befindet sich immer noch in der Bandbreite der großen Aufwärtsbewegung der vergangenen Jahre. Mit anderen Worten: Trotz aller extremen Schwankungen ist der langfristige Aufwärtstrend chinesischer Aktien immer noch intakt. Das ist die beruhigende Seite der chinesischen Börse.

Andererseits: Kurzfristig bestehen weitere Risiken. Der SSE könnte in den nächsten Wochen bis in den Bereich 2100/2200 absinken, und noch immer wäre die große Aufwärtsbewegung in Ordnung. Je nachdem, wie man es sehen mag, besteht noch ein Polster oder ein Risiko von bis zu 30 Prozent.

Für die china-affinen Märkte hierzulande heißt das: Auch in den nächsten Wochen ist mit hektischen Kursschwankungen zu rechnen, die durchaus eine Stufe tiefer gehen können. Erst danach dürfte die Chance überwiegen, dass sich der chinesische Aktienmarkt wieder Tritt fasst.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%