Riedls Dax-Radar: Heftige Rückschläge, gute Aussichten

kolumneRiedls Dax-Radar: Heftige Rückschläge, gute Aussichten

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Kursverluste treffen Anleger schwer - bieten ihnen aber auch neue Einstiegschancen

Kolumne von Anton Riedl

Von allen Seiten bekommt die deutsche Wirtschaft Rückenwind, auch vom fallenden Euro. Die jüngsten Kursverluste im Dax eröffnen Anlegern daher neue Einstiegsgelegenheiten.

Jetzt ist es amtlich: Billige Energie, der günstige Euro und das extrem niedrige Zinsniveau beflügeln die deutsche Wirtschaft stärker als erwartet. Von 1,2 auf 2,1 Prozent schrauben die Forschungsinstitute ihre Prognose für 2015 hinauf. Nun, Börsianer hatten das Gras schon viel früher so stark wachsen hören, deshalb wirkt sich jetzt eine solche Nachricht nicht mehr auf die Kurse aus.

Dennoch, für die Anlagemärkte ist es ein Vorteil, wenn die Unternehmensergebnisse angesichts eines freundlicheren Konjunkturumfelds in diesem Jahr eher gut aussehen werden. Die Gefahr, dass es sich nur um eine liquiditätsgetriebene Hausse handelt, wird damit ein weiteres Mal entkräftet.

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Zusätzlicher Vorteil für die Kurse: Da die Krise in den schwachen Euroländern nicht vorbei ist, sind Zinsanhebungen durch die EZB nicht in Sicht. In Deutschland brummt die Wirtschaft – und trotzdem wird sie nicht (wie im wirtschaftlichen Normalfall) von deutlich höheren Zinsen eingegrenzt.

Keine Angst vor dem Grexit

Die Angst vor einer Pleite Griechenlands hat die Börsen wieder eingeholt. Den Dax lässt das weit unter 12.000 sinken, der Dow dagegen ist wenig beeindruckt. Natürlich belastet das Finanzwerte überdurchschnittlich, da eine Pleite Griechenlands mit neuen, hohen Abschreibungen verbunden wäre.

Wirtschaftswissenschaftler Nach einem Grexit wird Griechenland zum Argentinien Europas

Ein möglicher Austritt Athens aus dem Euro und eine abgewertete neue Währung würden nach Ansicht der Wirtschaftswissenschaftler Aristos Doxiadis und Karl-Heinz Paqué nicht zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, sondern lediglich zur Verarmung der griechischen Bevölkerung führen.

Griechenland Quelle: dpa

Indessen haben sich in den vergangenen Monaten nicht nur die westlichen Staaten, sondern auch die Banken auf ein solches Szenario vorbereitet. Das dürfte auch der Grund dafür sein für die konsequente, geschlossene Linie der westlichen Länder. Dass Griechenland in dieser Lage gleichzeitig mit Russland anbandelt, zeigt, wie eng die finanzielle Lage mittlerweile geworden ist.
Dass die führenden Euro-Länder und der IWF sich nicht von ihrer Linie abbringen lassen und auf Rückzahlungen pochen, ist für die Anlagemärkte ein wichtiges Signal. Die geldgebenden Länder lassen sich eben nicht von einem einzelnen Land erpressen, vielmehr kommt es auf strukturelle Verbesserungen an, wie in Irland, Portugal oder Spanien. Weitsichtige Investoren wie Warren Buffett haben vor einem Grexit überhaupt keine Angst.

Hektisch aber heilsam

Dass der Dax nach einer außergewöhnlichen Kletterpartie von 8570 auf 12.370 Punkte in nur sechs Monaten zwischendurch nun heftig reagiert, ist weder überraschend noch ein Zeichen von Marktschwäche. Es ist eine gesunde Reaktion in einem stabilen Aufwärtstrend, für den es große Kaufsignale schon im Herbst 2013 gab und dann wieder im Januar 2015.

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