Risikokapital: Cloud-Computing lockt Internet-Investoren

 
Wegen dringender Wartungsarbeiten ist derzeit leider kein Login bei „Meine WiWo“ möglich. Als Folge stehen u.a. der Depotzugang und das Digitalpass-Angebot vorübergehend nicht zur Verfügung.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Risikokapital: Cloud-Computing lockt Internet-Investoren

Bild vergrößern

Surfen in der "IT-Wolke": Cloud-Computing-Unternehmen positionieren sich gut

von Matthias Hohensee

Im Silicon Valley fließt neues Geld vor allem in Cloud Computing. Zu den Risikokapitalgebern zählen auch die Giganten der IT-Branche. Das Ziel heißt Börsengang.

Geht es um künftige Börsenstars, ist vor allem die Rede von Facebook oder Twitter. Aber es sind nicht nur die altbekannten Namen. Interessant im nächsten Jahr werden vor allem Unternehmen, die sich mit Cloud Computing beschäftigen, also dem Verlagern von Softwarefunktionen und damit zusammenhängenden Dienstleistungen ins Internet. Es sind Startups wie Box.net von Aaron Levie. Der 27-Jährige gilt im Silicon Valley schon als der „Zuckerberg des Cloud Computings.“ Box.nets Datenzentren speichern Dokumente und erlauben deren Verwalten und Bearbeiten via Internet. Weil die Software recht einfach bedienbar ist und sowohl mit klassischen Computern wie auch Smartphones harmoniert, hat Box.net etablierten Anbietern wie Microsoft oder Amazon.com schon etliche Kunden vor der Nase weggeschnappt. Levies Stolz ist vor allem der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, der die Dienste des Startups nutzt. Angeblich soll sich Hewlett-Packard für Box.net interessiert haben.

Box.net sammelte 81 Millionen Dollar ein

Anzeige

Im September sammelte Box.net 81 Millionen Dollar von Investoren wie SAP und dem Online-Softwareanbieter Salesforce ein und kommt damit schon auf eine Bewertung von rund 700 Millionen Dollar. Alles, was sich mit Cloud vermarkten lässt, beflügelt die Fantasie von Investoren und die Erwartungen von Gründern. „Die Bewertungen sind aber teilweise absolut überzogen in dem Bereich“, sagt Lisa Lambert, die für Intel im Bereich Software investiert. Trotzdem ist sie von dem Potenzial grundsätzlich überzeugt. „Dort werden wir viele noch interessante Unternehmen sehen.“ Ihrem Chef Arvind Sodhani, dem CEO von Intel Capital, hat es besonders die Infrastruktur rund um Cloud Computing angetan. „Wenn ich gezwungen würde, alles auf eine Karte zu setzen, würde ich es in Datenzentren stecken“, sagt Sodhani. Von Datenzentren beflügelt wird das sogenannte „Big data“ das neue Modewort in der High-Tech-Branche. Dabei geht es darum, die ständig anschwellende Flut von Daten zusammenzuführen und möglichst in Echtzeit auszuwerten, um so sofort Entscheidungen fällen zu können.

Fakten rund um den Facebook-Börsengang

  • Börsenwert

    100 Milliarden Dollar Börsenwert erwarten die Analysten von Facebook.

  • Wert pro Nutzer

    1250 Dollar wäre auf Grundlage des Börsenwertes jeder der 800 Millionen Nutzer bei Facebook wert.

  • Privatvermögen Zuckerberg

    24 Milliarden Dollar Privatvermögen hätte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nach dem IPO.

  • Vergleich mit Amazon-IPO

    227-mal so teuer wie Amazon wäre Facebook zum Börsengang.

  • Umsatzprognose 2012

    6 Milliarden Dollar soll das soziale Netzwerk Facebook in diesem Jahr umsetzen.

  • Vergleich mit Google-Umsatz

    6-mal so viel Umsatz wird Facebook-Konkurrent Google 2012 machen, bei 13 Milliarden Dollar Gewinn.

Auf der Welle schwimmt zum Beispiel Palantir Technologies mit, das 2004 von ehemaligen Mitarbeitern von Paypal gegründet wurde. Diese entwickelten ein System, das in der Lage ist, Daten aus vielen Quellen rasch zusammenzuführen und auszuwerten. Hedgefonds verwenden es, um Trends an den Märkten zu prognostizieren. Die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems, um Terroristen zu jagen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden. Palantir hat bislang rund 250 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt und bereitet einen Börsengang (IPO) vor.

Flash-Sales als Trend

Viel Hoffnung wird auch in sogenannte Flash-Sales-Seiten gesteckt, die Designerware zeitlich und mengenmäßig begrenzt an die Mitglieder ihrer Web-Seiten verhökern. Vorreiter ist die europäische Vente Privee, die nun gegen US-Platzhirsche wie die Guilt Group antritt, die bislang rund 240 Millionen Dollar eingesammelt hat und mit rund einer Milliarde Dollar bewertet ist. Das Unternehmen One Kings Lane hat sich darauf spezialisiert, Einrichtungsgegenstände wie Möbel über Flash Sales zu verkaufen. „Ich erwarte Börsengänge in diesem Bereich“, sagt die ehemalige renommierte Internet- Analystin Mary Meeker. Gilt-Chef Kevin Ryan hält sich noch zurück, stellt ein IPO jedoch für Ende 2012 oder 2013 in Aussicht.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%