Rohstoffe: Ölpreis fährt Achterbahn

Rohstoffe: Ölpreis fährt Achterbahn

, aktualisiert 14. September 2016, 17:36 Uhr
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Trotz eines leichten Rückgangs der Bestände setzen die Anleger weiterhin eher auf fallende Ölpreise.

Quelle:Handelsblatt Online

Das US-Energieministerium hat einen überraschenden Rückgang der US-Ölreserven bekannt gegeben. Die Anleger griffen bei dem Rohstoff zu – allerdings nur kurz. Denn auf dauerhafte Öl-Verknappung glauben sie nicht.

FrankfurtDie US-Rohölbestände sind einer Mitteilung des US-Energieministerium (EIA) überraschend gesunken. Ihr zufolge sanken die Rohölbestände um rund 0,5 Prozent auf 510.798 Millionen Barrel. Der Ölpreis reagierte mit einer Achterbahnfahrt. Nach Bekanntgabe der Daten schoss die Texas-Sorte WTI auf über 45 Dollar pro Barrel. Zuletzt ging es aber wieder bergab. Die US-Sorte verlor 2,5 Prozent und kostete zuletzt 43,8 US-Dollar pro Barrel. Ähnliche Entwicklung nahm auch die Nordseesorte Brent. Diese kostete zuletzt 46 Dollar pro Barrel nachdem der Preis auf über 47,4 US-Dollar hochgeschossen war.

Die Anleger scheinen sich nicht allzu viel aus kurzfristigen Impulsen zu machen und spekulieren eher auf ein weiteres hohes Überangebot. Da nützen die reduzierten US-Bestände nicht viel. Viele Anleger setzten darauf, dass in den USA die Bohrungen weiter zunähmen, sagten Händler. Zudem strichen einige Investoren ihre Gewinne ein. Auch die Internationale Energiebehörde IEA geht für das erste Halbjahr 2017 von einem Überangebot aus. Dafür sei auch ein langsameres Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Öl verantwortlich, schrieb die Behörde am Dienstag dieser Woche in ihrem Monatsbericht.

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Ein Impuls, der eher auf weitere Ölpreissenkungen deutet, kam am heutigen Nachmittag aus Iran. Nach Angaben des Vizeölministers in Teheran will das Land dann 2,4 Millionen Barrel pro Tag auf dem Weltmarkt verkaufen. Zum Ende des persischen Jahres am 20. März 2017 würden 4 Millionen Barrel täglich als Gesamtproduktion angepeilt, sagte Ali Kardar in einem Interview der Nachrichtenagentur IRNA. Davon sollten 2,4 Millionen Barrel exportiert und 1,6 Millionen Barrel für den heimischen Verbrauch genutzt werden.

Der Iran hatte bereits mehrmals betont, dass das Land das Opec-Kartell bei der Stabilisierung der Ölpreise unterstützen werde. Vorher wolle Teheran jedoch das Niveau aus der Zeit vor der Verhängung der westlichen Sanktionen erreichen, die inzwischen in weiten Teilen aufgehoben sind. Das wären laut Ölministerium mehr als 4 Millionen Barrel pro Tag. Die derzeitige iranische Produktion soll etwas mehr als 3,8 Millionen Barrel täglich betragen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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