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Rohstoffmärkte: OPEC rechnet mit schwacher Nachfrage nach Öl

Die Ölnachfrage soll in Zukunft langsamer steigen als bisher erwartet - damit rechnet die Organisation erdölexportierender Staaten. Trotzdem hob die OPEC ihre Ölpreis-Prognose an.

Rohölverarbeitungsanlage in Schwedt. Trotz weniger stark steigender Ölnachfrage hat die OPEC ihre Ölpreis-Prognosen angehoben. Das Kartell prognostizierte, dass der Ölbedarf weltweit bis 2015 auf 92,9 Millionen Barrel pro Tag steigen wird - etwa eine Million Barrel weniger als noch letztes Jahr erwartet. Der derzeitige Verbrauch liegt bei 88,7 Millionen Barrel täglich. Quelle: dpa
Rohölverarbeitungsanlage in Schwedt. Trotz weniger stark steigender Ölnachfrage hat die OPEC ihre Ölpreis-Prognosen angehoben. Das Kartell prognostizierte, dass der Ölbedarf weltweit bis 2015 auf 92,9 Millionen Barrel pro Tag steigen wird - etwa eine Million Barrel weniger als noch letztes Jahr erwartet. Der derzeitige Verbrauch liegt bei 88,7 Millionen Barrel täglich. Quelle: dpa

Die weltweit steigende Nachfrage nach Öl wird nach Einschätzung der Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) mittelfristig langsamer steigen als erwartet. Grund dafür sei die wachsende Sorge über das weltweite Wirtschaftswachstum, teilte die Organisation am Donnerstag in Wien in ihrer jährlichen Vorschau mit.
Das Kartell prognostizierte, dass der Ölbedarf weltweit bis 2015 auf 92,9 Millionen Barrel pro Tag steigen wird - etwa eine Million Barrel weniger als noch letztes Jahr erwartet. Der derzeitige Verbrauch liegt bei 88,7 Millionen Barrel täglich.

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Trotzdem hob die OPEC ihre Ölpreis-Prognose an: Noch im vergangenen Jahr gaben die Experten an, dass ein Barrel (159 Liter) bis 2020 zwischen 85 und 95 US-Dollar kosten werde. Mittelfristig steigt die Prognose nun auf 100 Dollar an.

Fossile Brennstoffe bleiben nach Einschätzung der OPEC auch in Zukunft Hauptlieferanten für Energie. In ihrem Jahresbericht geht die Organisation allerdings davon aus, dass der Anteil der Kohle zunehmen, wohingegen der Anteil des Öls abnehmen wird. In dem Papier zum World Oil Outlook heißt es, die Kohlereserven, vor allem die der USA, seien größer als die Öl- und Gasvorkommen. Zudem geht die Organisation davon aus, dass das Barrel Öl im Jahr 2035 im Schnitt 155 Dollar kosten werde. Jetzt liegt der Preis bei etwa 100 Dollar. Der Anteil fossiler Brennstoffe zur Deckung des weltweiten Energieverbrauchs werde nur in geringem Maße von 87 auf 82 Prozent bis 2035 fallen.

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Kurzfristig bot der Ölmarkt allerdings ein anderes Bild: Am internationalen Ölmarkt haben sich am Donnerstag nach dem Preisrutsch des Vortages Schnäppchenjäger getummelt. Europäisches Brent-Öl verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 107,52 Dollar je Fass. Am Mittwoch hatten Investoren hauptsächlich auf die Entwicklung in den USA geschaut und wegen eines befürchteten Rutsches in die Rezession ihre Ölkontrakte verkauft. Der Brent-Öl-Preis war daraufhin um fast vier Prozent gefallen; das war der größte Preissturz seit rund einem Jahr.

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Amerikanisches WTI -Öl zog am Morgen um 0,8 Prozent auf 85,05 Dollar je Fass an. Am Vortag war der Preis um fast fünf Prozent eingebrochen. "Was wir heute sehen, sind kurzfristige Geschäfte, ich gehe nicht davon aus, dass sich der Ölpreis komplett erholt", sagte Rohstoff-Händler Ken Hasegawa von Newedge Japan in Tokio. "Wenn ich mir all die Unsicherheiten in Europa und den USA anschaue, dann gehe ich nicht davon aus, dass die Nachfrage drastisch anziehen wird."

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