Schlechte Zeiten für Fiat-Aktionäre: Auf welche Auto-Aktien ein Blick lohnt

Schlechte Zeiten für Fiat-Aktionäre: Auf welche Auto-Aktien ein Blick lohnt

von Kerstin Dämon

Nach der vollständigen Übernahme von Chrysler will der italienische Autohersteller Fiat die Tochter Alfa Romeo stärken. Schafft er das nicht, wird 2014 kein gutes Jahr für Fiat. Welche Papiere sich statt dessen lohnen.

In diesem Jahr lohnt ein Blick auf die Aktien der Automobilhersteller. Die Branche startete mit einem Indexplus von rund 1,1 Prozent ins neue Jahr. Für die gute Entwicklung sorgt unter anderem die Automesse in Detroit. Allerdings ist Aktie nicht gleich Aktie. Von einigen Herstellern sollten langfristig orientierte Anleger lieber die Finger lassen.

BrancheAktienentwicklung Januar 2013 bis Dezember 2013
Auto34,66 Prozent
Medien29,49 Prozent
Versicherung29,24 Prozent
Technologie26,54 Prozent
Einzelhandel26,52 Prozent
Finanzdienstleister25,86 Prozent
Industrie24,87 Prozent
Bank24,76 Prozent
Bau22,05 Prozent
Telekommunikation20,87 Prozent
Tourismus, Hotels, Airlines19,65 Prozent

Euro STOXX

19,62 Prozent

Euro STOXX 50

17,10 Prozent

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Zu den Kandidaten, von denen Aktionäre besser die Finger lassen sollten, gehört laut Jürgen Pieper, Analyst beim Bankhaus Metzler, der italienische Hersteller Fiat. Am ersten Januar kündigte CEO Sergio Marchionne an, die restlichen Anteile an seiner US-Tochter Chrysler für 3,16 Milliarden Euro zu übernehmen. Nach Bekanntgabe der Übernahme schoss die Aktie - zumindest kurzfristig - um rund 14 Prozent in die Höhe. Bei einer kurzfristigen Reaktion wird es allerdings auch bleiben, so Pieper. "Fiat ist derzeit in der schwächsten Position", sagt er gegenüber WirtschaftsWoche Online.

Fiat-AktieClip
Analysten sind nicht davon überzeugt, dass Fiat - und damit auch die Aktie - langfristig von der Chrysler-Übernahme profitieren.

Die Übernahme bringt das Unternehmen zwar kurzfristig weiter, zieht aber auch negative Konsequenzen nach sich: So droht beispielsweise die Ratingagentur Moody's mit der Herabstufung. Die bisherige Bewertung "Ba3" werde überprüft. Die angekündigte Übernahme werde die Liquidität der Italiener erheblich schwächen, führte der führende Fiat-Analyst bei Moody's, Falk Frey, zur Begründung an. Hinzu kommen mögliche Standort-Schließungen in Italien, die an der Börse höchstwahrscheinlich negativ aufgefasst werden dürften.

Absatzkrise Spart Marchionne Fiat kaputt?

Fiat-Chef Sergio Marchionne spielt ein riskantes Spiel. Während die anderen Volumenhersteller trotz Krise mit neuen Modelle aufwarten, streicht er das Portfolio zusammen.

Quelle: dapd

Hinzu kommt, dass Fiat seine Autos vor allem in Europa und Lateinamerika verkauft, während Chrysler in Nordamerika stark ist. Chrysler schreibt seit mehr als zwei Jahren Gewinne, was Fiat schwarze Zahlen bescherte. Doch damit werde demnächst Schluss sein. Chrysler entwickele sich zwar recht gut, aber in den USA habe es in den letzten vier Jahren ein Marktwachstum gegeben. "Fünf Jahre sind normal, insofern kann man sagen, dass das Beste hinter uns liegt", so Pieper. "Ich würde daher nicht zu stark darauf hoffen, dass Chrysler da noch viel holen kann." Wenn es Fiat nicht gelingt, seine Tochter Alfa Romeo zu stärken, fällt Fiat über kurz oder lang - und zwar dann, wenn bei der Chrysler der Absatz krankt. "Fiat hat keinen richtigen Masterplan", resümiert Pieper. Davon abgesehen hat Fiat auch nicht das beste Markenimage. Spottnahmen wie "Fehler In Allen Teilen" oder auch "Fix It Again, Tony" sprechen Bände.

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