Schlechtes Omen: Warum der Kupferpreis Anlegern Sorgen machen sollte

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Schlechtes Omen: Warum der Kupferpreis Anlegern Sorgen machen sollte

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Der Kupferpreis ist um gut zehn Prozent gefallen.

Seit Tagen und Wochen mehren sich die Warnungen von Analysten und Investoren: Die Börsen stehen kurz vor dem Crash. Nun hat sich ein weiterer Rufer zum Chor der Warner gesellt: der Kupferpreis.

Ein Blick auf die Entwicklung des Kupferpreises macht Bauchschmerzen: Seit drei Jahren geht es mit dem Metall abwärts. Im Mai 2011 betrug der Preis für eine Tonne Kupfer noch knapp 9500 Dollar, derzeit sind es 6497,75 Dollar. Gerade in den letzten zwei Monaten ist der Preis gefallen wie ein Stein. Das ist nicht nur schlecht für Kupferhändler wie Aurubis, sondern auch für die Teilnehmer am Börsenhandel. Denn Kupfer ist ein Wirtschaftsindikator.

Kupfer ist überall: in technischen Geräten, in Leitungen, Rohren, Maschinen. Geht die Nachfrage nach dem Industriemetall zurück, heißt das, dass entweder die Kupferminen mehr produzieren, als nachgefragt wird, oder dass die kupferverarbeitenden Industrien ihre Produktionen zurückgefahren haben. Derzeit trifft beides zu. "Kupfer ist sehr sensibel, was konjunkturelle Entwicklungen anbelangt", heißt es auch in einem Rohstoffbericht vom Fondshaus US Global Investors. Der Kupferpreis kann sich jederzeit anders entwickeln als Analysten es erwarten - was in der Vergangenheit auch oft der Fall war. So sagten noch Ende letzten Jahres verschiedene Rohstoffanalysten eine Erholung des Preises voraus. "Ich bin nicht besonders optimistisch, aber auch nicht besonders pessimistisch", sagt etwa Leon Westgate, Rohstoffanalyst bei der Standard Bank. Und Edward Meir, Rohstoffberater bei INTL FCStone, erwartete eine mittelstarke Erholung der Kupfernachfrage.

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Doch es kam anders: Ein Grund für den Absturz sind unter anderem die schwachen chinesischen Konjunkturdaten. Zeitweise fiel an der Londoner Metallbörse der Kupferpreis um 1,5 Prozent auf 6376,25 Dollar je Tonne und notierte damit so niedrig wie seit Juli 2010 nicht mehr. Schon am Dienstag war der Preis eingebrochen, nachdem der hohe Verlust eines chinesischen Solarmodul-Herstellers Angst vor Zahlungsausfällen geschürt hatte. Denn das vor allem im Bau benötigte Industriemetall kann in China als Sicherheit für Kredite hinterlegt werden.

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Viele fürchteten, dass die Gläubiger nun ihre Bestände verkaufen, um an ihre Geld zu kommen. "Eine Erholung der chinesischen Nachfrage, die den Kupferpreis wieder über 7000 Dollar treiben könnte, ist nicht in Sicht", sagte Analystin Joyce Liu von Phillip Futures. Sie halte sogar einen Rückschlag auf bis zu 6050 Dollar für möglich. Neben den schnell wachsenden Lagerbeständen seien die Firmenpleiten in China ein schlechtes Omen.

Nun könnte man davon ausgehen, dass die Kupferverkäufe in China dem Geschäft eines deutschen Automobilzulieferers oder den Aktien eines Schweizer Pharmaunternehmens nicht anhaben kann. Kommt es aber zu einem Abwärtssog, auf den neben dem Kupferpreis auch noch weitere Anzeichen hindeuten, sind nun einmal auch deren Papiere in Gefahr.

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