Schub vor Chefwechsel: Deutsche Börse stoppt Abwärtstrend

Schub vor Chefwechsel: Deutsche Börse stoppt Abwärtstrend

Nach mehreren schwachen Jahren kann die Deutsche Börse ihren Abwärtstrend stoppen. Vor dem Wechsel auf dem Chefposten im kommenden Jahr steigen die Nettoerlöse.

Die Deutsche Börse hat im dritten Quartal ihren Abwärtstrend gestoppt. Die Unsicherheiten über die Wirtschaftsentwicklung belebten im September den Handel und gaben dem Börsenbetreiber einen Schub. Nach mehreren Jahren mit schwächelnden Geschäften legten die Nettoerlöse verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um gut acht Prozent auf 496 Millionen Euro zu, wie das im Dax notierte Unternehmen am Montagabend in Eschborn bei Frankfurt mitteilte.

Der operative Gewinn (Ebit) stieg auf 232,5 Millionen Euro, das ist mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr (101 Millionen). Damals hatte der Konzern eine gut 110 Millionen Euro schwere Vergleichszahlung in den USA wegen Verstößen gegen Handelssanktionen bei Iran-Geschäften der Tochter Clearstream verbucht. Unter dem Strich stand nun ein Überschuss von 160 Millionen Euro nach 61,6 Millionen vor einem Jahr. Die Zahlen lagen etwas über den Erwartungen von Analysten.

Das Unternehmen hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass Vorstandschef Reto Francioni im kommenden Jahr sein Amt abgibt. Zum 1. Juni 2015 soll der frühere oberste Investmentbanker der schweizerischen Großbank UBS, Carsten Kengeter, an die Spitze des Konzerns rücken. Ursprünglich hatte Francioni einen Vertrag bis Ende Oktober 2016. Allerdings wird er im August 2015 60 Jahre alt - damit hat er die Altersgrenze für den Chefposten erreicht. Diese kann das Unternehmen nur in Ausnahmefällen umgehen.

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Die Abschiedsmonate von Francioni beginnen für das Unternehmen gut. „Zum Ende des dritten Quartals hat sich die Handelsaktivität an den Märkten der Gruppe deutlich belebt“, sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer. Auch die weiteren Aussichten haben sich für die Deutsche Börse aufgehellt. „Im Oktober hat sich der Wachstumstrend, mit teilweise hohen zweistelligen Wachstumsraten, weiter fortgesetzt“, sagte Pottmeyer. Zuvor hatte die Deutsche Börse fast kontinuierlich Erlöse verloren. Das lag zum einen an der wachsenden Konkurrenz von außerbörslichen Handelsgeschäften, zum anderen hielten sich viele Anleger nach der Finanzkrise lange zurück.

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