Schuldenkrise: Ein mageres Plädoyer für den Euro

Schuldenkrise: Ein mageres Plädoyer für den Euro

Mitten in der bisher schwersten Krise des Euros liest sich eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey wie eine leidenschaftliche Hymne für die Gemeinschaftswährung: Alle Mitgliedsländer haben von ihr profitiert. Doch stimmt das? Zweifel sind erlaubt.

Was hat der Euro in seiner kurzen Lebenszeit nicht alles an Kontroversen hervorgerufen. Die Gemeinschaftswährung ist noch jung, und doch hat sie nicht die Nachtsicht erfahren, die man normalerweise im zarten Jugendalter geschenkt bekommt. In seinem elften Lebensjahr hat der Euro kontinuierlich Prügel einstecken müssen. Von vielen Deutschen, die sich stets die alte Markt wieder in ihren Geldbörsen wünschten; aber auch von den Südeuropäern, die dem Euro entgegenhielten, das Preisniveau an den europäischen Durchschnitt angehoben zu haben.

Die Eurokritiker haben seit Beginn der Staatsschuldenkrise Verstärkung bekommen. Die Stimmen in den britischen und amerikanischen Zeitungen sehen die Gemeinschaftswährung kurz vor dem Aus. Sie zählen dabei eifrig die EU-Länder auf, die ihre Beitrittsabsichten nun revidieren oder vollkommen einstellen. Auch Großbritannien zweifelt an einer Mitgliedschaft. Der Ministerpräsiden David Cameron lehnte auf dem vorigen EU-Gipfel eine Reform der Europäischen Union hin zu einer Fiskalunion vehement ab.

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Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey möchte nun mit dem schlechten Ruf des Euros aufräumen. Sie hat herausgefunden, dass alle Euro-Länder im unterschiedlichen Maße von der gemeinsamen Währung profitiert haben.

Durch den Euro sei der Wohlstand der Euroregion 2010 insgesamt um 332 Milliarden Euro gewachsen. Das entspricht etwa 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Vorteile der gemeinsamen Währung hätten sich vor allem durch das Wegfallen der nominalen Wechselkurse gezeigt. Dadurch seien die Transaktionskosten für Güter und Kapital verschwunden, so die Studie. Das habe auch den Warenaustausch und den Handel in der Eurozone gefördert. „Weil es keine Unsicherheit durch schwankende Wechselkurse gibt und ein gemeinsames Zahlsystem hat die Nähe der Euro-Länder untereinander gefördert“, so die Autoren der McKinsey-Studie. So haben sich die Unternehmen in allen Euro Ländern mehr oder weniger einem gestiegenen Konkurrenzdruck stellen müssen und seien so wettbewerbsfähiger geworden. Die niedrigen Zinsen hätten zudem das Wachstum und den Konsum angeregt.

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