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Schwellenländer: Russland stark dank Rohstoffen

Schwellenländer: Aktienguru Mobius setzt auf Europas Exoten

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BRIC-Staaten: Die Globalisierung hat Brasilien, Russland, Indien und China ein rasantes Wachstum ermöglicht. Doch die Staaten haben bei ihrem Sprung in neue Sphären des Wohlstands auch Schwierigkeiten und Probleme erdulden müssen. Die sind in den Schwellenländer jedoch recht unterschiedlich gelagert.

Im Bild: Die Skyline der Millionen-Metropole Shanghai, China.

Bild: REUTERS

Russland stark dank Rohstoffen

Größter Favorit von Mobius ist derzeit allerdings Russland. Dabei zieht er vor allem die Bewertung heran, die mit einem durchschnittlichen KGV von unter 5 deutlich unterhalb derer der westlichen Nachbarn liegt. Hinzu kommen die Devisenreserven, welche zurzeit die dritthöchsten der Welt sind. Sie ermöglichten Russland, „jedwedem externen Schock standzuhalten“. Zudem überzeugen die Rohstoffvorkommen den Investmentguru: „Bei Russland-Investitionen können wir von steigenden Rohstoffpreisen profitieren.“

Viele der Rohstoffunternehmen des Landes könnten auch global betrachtet besonders kostengünstig produzieren. Unter einem bestimmten Aspekt sieht Mobius Russland sogar als Nutznießer der aktuellen Probleme der westlichen Volkswirtschaften. So sorgten die Aktivitäten der Notenbanken für Auftrieb, da die quantitative Lockerung Liquidität in die Rohstoffmärkte fließen lasse.

Krise ohne Einfluss

Grundsätzlich haben die Auswirkungen der aktuellen Schuldenkrise in Europa nach Mobius‘ Ansicht nur bedingten Einfluss auf die Schwellenländer: „Die Banken in europäischen Schwellenländern verfügen über kein ausgeprägtes Engagement in jenen Ländern der Eurozone.“ Zudem spielten die Querelen in Griechenland und Spanien für die Exporte der meisten Unternehmen in den erwähnten Ländern „keine wesentliche Rolle“.

Fehlende Kenntnis sorgt für Desinteresse

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Einige Fachleute sind sich zwar sicher, dass der Umfang direkter Investitionen in Schwellenländer künftig zunehmen werde. So äußerte sich Goldman-Sachs-Experte Jim O'Neill, der das Kürzel BRIC (steht für Brasilien, Russland, Indien und China) kreiert hat, jüngst in der „Welt“: „Vor allem aus Bewertungsgründen ist es derzeit der beste Weg, direkt in Schwellenländer und Wachstumsmärkte zu investieren, anstatt indirekt daran teilhaben zu wollen.“

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Dass sich westliche Anleger dennoch bislang nur in geringem Umfang in den osteuropäischen Schwellenländern engagieren, liegt für Mark Mobius an der fehlenden Kenntnis der Investoren über diese Märkte. Viele ausländische Investoren seien sich des Entwicklungsstandes der Kapitalmärkte in diesen Regionen nicht bewusst. „Manche Investoren halten sie für unfreundlich und intransparent. Tatsächlich aber sind sie gut etabliert und verfügen über einen angemessenen rechtlichen Rahmen.“

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