Sorgen um Chinas Wachstum: Chinesische Börsen im freien Fall

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Sorgen um Chinas Wachstum: Chinesische Börsen im freien Fall

, aktualisiert 27. Juli 2015, 17:56 Uhr
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Die chinesischen Börsenkurse.

Kurssturz an Chinas Börsen: Die massiven Eingriffe der Regierung haben offenbar keinen Effekt mehr - das zieht auch den Handel in Frankfurt und New York ins Minus. Die Sorgen um Chinas Wachstum bleiben.

Nach drei Wochen vorläufiger Erholung sind Chinas Aktienmärkte wieder in den freien Fall übergegangen und haben die Sorgen um das künftige Wachstum in dem Riesenreich erneut verstärkt. Der Shanghaier Composite Index verlor am Montag 8,48 Prozent - der größte Tagesverlust seit acht Jahren. Der Component Index in Shenzhen stürzte um 7,59 Prozent ab. Die massiven Eingriffe der Pekinger Regierung, die den Markt mit frischem Geld geflutet hatte, drohen nach Einschätzung von Marktbeobachtern zu verpuffen.

Weil die Börsen des Landes Anfang Juli zeitweise um mehr als ein Drittel an Wert verloren hatten, versuchen Behörden und Notenbank seitdem massiv gegenzusteuern. Laut Analysten sorgen sich Investoren, dass das Stützungsprogramm langfristig keine Wirkung haben könnte.

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Neue Börsengänge wurden ausgesetzt und die Papiere von bis zu 1400 Unternehmen aus dem Handel genommen. Vom Tiefstand am 8. Juli waren die Kurse daraufhin bis zum vergangenen Freitag zunächst wieder kräftig gestiegen. Frederik Kunze von der NordLB sah in der Talfahrt vom Montag auch eine Gegenreaktion auf die „verabreichten Beruhigungspillen“ seitens der Regierung.

Nicht nur die Börse, auch Chinas Wirtschaft lief zuletzt nicht rund. Die Gewinne großer chinesischer Unternehmen gingen im Juni im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent zurück, wie das nationale Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Bereits am Freitag hatte es schlechte Nachrichten für die Konjunktur gegeben: Die Stimmung chinesischer Produzenten war laut einer Umfrage auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gefallen.

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Das Reich der Mitte hat immense globale Bedeutung. Ökonomen befürchten, dass die Börsenturbulenzen das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft bremsen könnten - mit Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.

Der Kursrutsch in China hatte auch heftige Auswirkungen auf die Börsen in New York und Frankfurt. Der US-Leitindex Dow Jones stand zwischenzeitlich so tief wie zuletzt im Februar. Die Verluste in China seien vor allem für internationale Konzerne mit einem hohen Umsatzanteil ausländischer Kunden Grund zur Sorge, warnten Beobachter.

Der deutsche Leitindex Dax sackte noch weiter ab und setzte seine Talfahrt aus der vergangenen Woche fort. Am Freitag hatte das Börsenbarometer mit einem Wochenabschlag von knapp 3 Prozent geschlossen. Diese Entwicklung treibe den Anlegern die Sorgenfalten auf die Stirn, schrieb Analyst Stephen Schneider von der WGZ Bank.

Auch weitere Börsen in Asien gerieten in den Abwärtssog - darunter der Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific und der japanische Nikkei. Händler verwiesen auf Aussagen des Vizegouverneurs der japanischen Notenbank, Hiroshi Nakaso. Er habe gewarnt, dass Chinas verlangsamtes Wirtschaftstempo Einfluss auf Japans Exporte haben könnte.

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