Soziales Netzwerk: Zuckerberg verkauft Facebook-Aktien

Soziales Netzwerk: Zuckerberg verkauft Facebook-Aktien

Mark Zuckerberg nutzt den Höhenflug der Facebook-Aktie und macht Kasse. Er verkauft eineinhalb Jahre nach dem Börsengang sein bisher größtes Paket an Anteilsscheinen. Damit nimmt er 1,7 Milliarden Euro ein.

Mark Zuckerberg weiß, dass er vor eineinhalb Jahren einen Riesenfehler gemacht hat. Damals brachte der Jungmanager sein Facebook an die Börse - wohl etwas zu früh und obendrein noch mit einigen Patzern. Das Geschäftsmodell war unausgegoren, die Banker überschätzten die Nachfrage nach den Aktien und dann sorgte zu allem Überfluss auch noch der Börsenbetreiber Nasdaq mit technischen Pannen für miese Stimmung. In der Folge verlor die Aktie des weltgrößten Online-Netzwerks zwischenzeitlich mehr als die Hälfte ihres Wertes.

„Ich bin die letzte Person, die man fragen sollte, wie man einen reibungslosen Börsengang hinbekommt“, witzelte Zuckerberg später in einem Interview. Doch nun verkauft der Gründer und Firmenchef erneut ein milliardenschweres Anteilspaket an der Börse, allerdings unter komplett anderen Vorzeichen: Die Facebook-Aktie notiert nahe eines Allzeithochs, denn Zuckerberg und sein Team haben mit klugen Entscheidungen das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen.

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Comeback für Facebook - Aktie knackt Rekordmarke

Smartphones sind heute der Schlüssel zum Erfolg des sozialen Netzwerks. Die kleinen Computertelefone sind stets griffbereit. „Du schaust öfter, was Deine Freunde machen“, sagt Zuckerberg. Für Facebook zahlt sich das in barer Münze aus, denn im persönlichen Nachrichtenstrom erscheinen mehr und mehr der lukrativen Werbeanzeigen, bald auch in Form von Videos.

Als Facebook im Mai vergangenen Jahres an die Börse ging, sah das noch ganz anders aus. Die Facebook-App war schlecht zu bedienen und die mobilen Werbeeinnahmen waren kaum existent. „Wir haben haufenweise Fehler gemacht“, räumte Zuckerberg mit etwas zeitlichem Abstand ein. Doch Facebook lernte schnell, entwickelte bessere Apps für iPhones und Android-Handys und überlegte sich neue Werbeformen.

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Zuletzt kam schon jeder zweite Werbe-Dollar über Smartphones herein, Tendenz steigend. Das schlägt sich in steigenden Gewinnen nieder: In den ersten neun Monaten des Jahres verdiente Facebook unterm Strich fast eine Milliarde Dollar nach einem kleinen Verlust im Vorjahreszeitraum. Die Aktie erholte sich in der Folge von ihrem Einbruch und stieg am Mittwoch auf ein Allzeithoch von 55,89 Dollar. Geduldige Anleger der ersten Stunde dürfen sich damit mittlerweile über fast 50 Prozent Gewinn freuen.

Quasi als Ritterschlag zieht Facebook am Ende dieser Woche in den wichtigen Börsenindex S&P 500 ein und gehört damit endgültig zur Topliga der US-Konzerne. In dem Index sind bereits IT-Urgesteine wie Apple, Microsoft oder Google versammelt neben Industriekolossen wie General Electric oder Ölmultis wie ExxonMobil. Für Zuckerberg und andere Facebook-Entscheider war dies offenbar das Zeichen, weitere Aktien im Wert von annähernd 4 Milliarden Dollar auf den Markt zu bringen. Zum Börsengang im Mai vergangenen Jahres waren es 16 Milliarden Dollar. Zuckerberg selbst kassiert jetzt mehr als die Hälfte der Einnahmen. Sein Anteil sinkt dadurch aber nur marginal. Er ist und bleibt der starke Mann

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