Späte Reue: Wolf of Wall Street will Opfer entschädigen

Späte Reue: Wolf of Wall Street will Opfer entschädigen

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Jordan Belfort, der "Wolf of Wall Street", will Anleger entschädigen.

Quelle:Handelsblatt Online

In den Neunzigerjahp prellte Jordan Belfort Kleinanleger um 200 Millionen Dollar. Mit den 50 Millionen Dollar aus Einnahmen für seinen autobiografischen Film „Wolf of Wall Street” will er die Opfer entschädigen.

Wer auf die Webseite von Jordan Belfort klickt, sieht nicht etwa den Händler und Trainer selbst, sondern ein Video mit dem Gesicht des Schauspielers Leonardo DiCaprio. Kein Wunder, schließlich ist der Film, in welchem DiCaprio den "Wolf of Wall Street" spielt, derzeit Belforts größte Einnahmequelle. Denn Jordan Belfort, dessen Memoiren von US-Regisseur Martin Scorsese verfilmt worden, rechnet in diesem Jahr mit höheren Einnahmen als zu seiner Zeit als Aktienhändler.

In dem Film wird Belfort als ein Hochstapler dargestellt, einer, der durch Geschäfte mit faulen Pennystocks Kleinanleger betrügt und sich so eine goldene Nase verdient. Das Geld gibt er für Drogen, schnelle Autos und Frauen aus. Für die seine Darstellung bekam DiCaprio eine Oskar-Nominierung - und Belfort viel Medienaufmerksamkeit.

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Doch so skrupellos wie in dem Film will sich der echte „Wolf of Wall Street” nicht erscheinen, im Gegenteil: Belfort gibt sich geläutert. Das Geld, das er mit den Filmeinnahmen verdient, erlaube es ihm, die Opfer seiner Betrügereien zu entschädigen, sagte der frühere Börsenstar.

„Ich werde in diesem Jahr mehr verdienen als zu meinen besten Zeiten als Aktienhändler”, sagte Belfort auf einer Konferenz in Dubai am Montag. „Mein Ziel ist es, über 100 Millionen Dollar zu verdienen, so dass ich allen in diesem Jahr eine Rückzahlung gewähren kann.”

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Belfort, der heute als Motivationstrainer arbeitet, wird seine Einnahmen aus einer Vortragsreise durch 50 US-Städte nutzen, um rund 50 Millionen Dollar an Investoren zurück zu zahlen. Das entspreche seinem Anteil an der Strafe, sagte er.

Belfort hatte 22 Monate wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs hinter Gittern gesessen, nachdem seine Maklerfirma Stratton Oakmont Anleger um über 200 Millionen Dollar geprellt hatte. Die US-Wertpapieraufsicht SEC hatte die Firma 1998 geschlossen, während Belfort zu vier Jahren Haft verurteilt worden war. Durch seine derzeitige Tätigkeit finanziert er die Rückzahlung von 110,4 Millionen Dollar an einen Entschädigungsfonds für die Opfer, an den die Hälfte seiner Einkünfte fließen muss.

Quelle:  Handelsblatt Online
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