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Spanische Bonds: Skepsis treibt Nachfrage nach Bund-Future

Quelle: Handelsblatt Online

Der Euro leidet unter der Schuldenkrise. Da Anleger momentan spanische Bonds meiden, steigen die Renditen. Deutsche Bundesanleihen sind hingegen gefragt.

Der Euro in der Krise: Anleger haben Angst vor einer Zuspitzung der Lage Spaniens. Quelle: dpa
Der Euro in der Krise: Anleger haben Angst vor einer Zuspitzung der Lage Spaniens. Quelle: dpa

FrankfurtAngesichts der weiter schwelenden Euro-Schuldenkrise und der Angst vor einer Zuspitzung der Lage Spaniens haben die Anleger am Freitag auf sicher geltenden Festverzinsliche wie deutsche Bundesanleihen gesetzt. Der Bund-Future, der Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, legte um 39 Ticks zu auf 145,53 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Papiere fiel auf 1,183 Prozent nach 1,221 Prozent am Donnerstag.

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Die Finger ließen die Anleger weiter von spanischen Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere stieg auf 7,116 Prozent nach 7,019 Prozent am Vorabend. Damit lagen sie weiter nur knapp unter ihrem im Juni erreichten Rekordhoch von 7,3 Prozent. Dieses Niveau gilt auf lange Sicht als untragbar für ein Land. Bei einer Auktion am Donnerstag hatte Spanien den Anlegern deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als zuletzt. Zudem war die Nachfrage etwas gesunken. "Dies nährt Befürchtungen, wonach Spanien den Zugang zum Kapitalmarkt verlieren könnte", schrieb Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba in einem Kommentar. Ein Händler äußerte sich ebenfalls skeptisch. "Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Spanien ganz unter den Rettungsschirm schlüpfen muss." Die Analysten von Marcard, Stein und Co. sehen die Gefahr, dass die Ratingagenturen die Bonität des Landes auf Ramschniveau herunterstufen. "Wir raten daher weiterhin von Engagements in Spanien ab", riet Analyst Björn Block.

Auch die Anleihen anderer angeschlagener Euro-Staaten verschmähten die Investoren. Die Rendite der italienischen Papiere stieg auf 6,05 Prozent nach 5,994 Prozent am Donnerstag.

Die schwierige Situation in Europa lastet auch auf dem Euro schwer. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,229 Dollar nach 1,2277 Dollar am Vorabend in New York. Zum "Aussie"-Dollar bewegte sich der Euro weiter in der Nähe seines Rekordtiefs bei 1,1735 australischen Dollar.

 

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