Sparkurs und Kündigungen: SMA Solar schockt Börse mit düsterer Prognose

Sparkurs und Kündigungen: SMA Solar schockt Börse mit düsterer Prognose

Ein Nachfrageeinbruch in Deutschland setzt den Solartechnikkonzern SMA Solar unter Druck. Vorstandschef Pierre Pascal Urbon tritt daher stärker auf die Kostenbremse und streicht mehr Stellen als bislang geplant.

Es sieht nicht gut aus für SMA Solar: Die Nachfrage in Deutschland ist eingebrochen, weshalb Vorstandschef Pierre Pascal Urbon nun noch mehr sparen und noch mehr Mitarbeiter entlassen will. "Wir unternehmen alles, dass wir zur Profitabilität zurückkehren, Anpassungen sind unvermeidbar", kündigte er an. Allein in Deutschland fehlten dem Konzern wegen des Nachfrageinbruchs 100 bis 150 Millionen Euro. Der hiesige Markt habe 2014 sich nochmals halbiert.

In Deutschland müssen bis zu 500 Mitarbeiter gehen

SMA arbeite daher unter Hochdruck, bis Mitte kommenden Jahres alle Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen. Erstmals nehme der Vorstand auch Einschnitte bei den Entwicklungskosten vor. Sie sollen um 40 Millionen auf 80 Millionen Euro pro Jahr gekappt werden. Zudem sollen "deutlich mehr" als die bislang angekündigten 600 Mitarbeiter entlassen werden. "Ein Großteil davon - 400 bis 500 - entfallen auf Deutschland", so Urbon.

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Kennzahlen zu Solarstrom

  • 100.000 Megawatt

    Fotovoltaik sind weltweit am Netz.

  • 48.000 Megawatt

    kommen allein 2017 dazu.

  • 6 Prozent

    weniger Kohle- und Gasstrom werden in sieben Jahren nachgefragt.

  • 30 Prozent

    Stromkosten sparen Solarstromerzeuger im Jahr 2020.

  • 12 Cent

    kostet dann die Kilowattstunde.

Allein die Geschäfte in den USA, wo SMA inzwischen 30 Prozent des Konzernumsatzes erzielt, sowie Großbritannien und Asien ließen den Vorstand hoffen. "In Deutschland ist dagegen keine Besserung in Sicht", so Urbon.

Urbon hatte zuvor erneut seine Ziele für 2015 kassiert.

Börsianer sind geschockt

Die Aktien des Solartechnik-Konzerns SMA Solar sind daraufhin auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gerutscht. Der Titel brach um bis zu 19,3 Prozent auf 16,12 Euro ein und war damit der mit Abstand schwächste Wert im TecDax.

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Börsianer zeigten sich von den Neuigkeiten geschockt. "Neben der enttäuschenden operativen Entwicklung befürchten wir auch einen Reputationsschaden für das Management", sagte LBBW-Analyst Erkan Aycicek. Schließlich habe das Unternehmen erst vor knapp einem Monat seine bereits reduzierten Jahresziele bekräftigt. Der Experte setzte sein Rating und Kursziel für den Titel unter Beobachtung.

Ein Händler fand ebenfalls deutliche Worte: "Das ist unglaublich, die heftige Kursreaktion ist angesichts dieser Nachrichten gerechtfertigt, auch wenn die Aktie bereits am Montag deutlich nachgegeben hatte."

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