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Spritkosten: ADAC fordert Erhöhung der Pendlerpauschale

von maz und dpa

Es ist kalt und die Rohölpreise sind hoch. Ein niedriger Euro treiben die Spritkosten zusätzlich in die Höhe. Jetzt fordert der ADAC eine Anpassung der Pendlerpauschale. Im Internet profitieren derweil Mitfahrerportale vom teurem Benzin.

Berufspendler im Stau bei Frankfurt Quelle: dpa
Berufspendler im Stau bei Frankfurt: Der ADAC will sie entlasten Quelle: dpa

Wegen des hohen Spritpreis fordert der ADAC eine Erhöhung der Pendlerpauschale. „Besonders die Pendler leiden unter den weiterhin sehr hohen Sprit-Preisen“, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der Mittwochausgabe der „Bild“-Zeitung. „Gerade jetzt sollte die Politik nicht untätig dabei zusehen, wie für Millionen von Menschen Mobilität immer unbezahlbarer wird. Eine deutliche Erhöhung der Entfernungspauschale ist meiner Meinung nach alternativlos und muss unbedingt so schnell wie möglich auf die Agenda.“

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Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sieht Handlungsbedarf. „Dem Staat fließen jährlich über 40 Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer zu“, sagte BVMW-Präsident Mario Ohoven der Bild-Zeitung. „Der Staat muss entweder die Steuern auf Benzin deutlich senken oder die Kilometerpauschale von heute 30 auf 40 Cent je Kilometer erhöhen. Davon würden Millionen Berufspendler profitieren.“

Knapp unter der Rekordmarke aus dem Sommer 2008

Zurzeit verharren die Benzinpreise in Deutschland auf Rekordniveau. Ein Liter Superbenzin E5 kostete am Dienstagvormittag nach Angaben der Mineralölwirtschaft durchschnittlich 1,6728 Euro. Das mit zehn Prozent Ethanolanteil und bei Autofahrern unbeliebte E10 war um drei Cent günstiger. Diesel blieb mit 1,5366 Euro je Liter knapp unter der Rekordmarke aus dem Sommer 2008.

Als Grund für die hohen Preise nannten Experten vor allem die gestiegenen Rohölpreise bei gleichzeitig schwachem Euro.

Im Tagesverlauf pendeln sich die Spritzpreise zwar normalerweise auf einem niedrigeren Niveau ein. Doch für Autofahrer ist dies derzeit nur ein schwacher Trost. So hatte der Preis für Superbenzin E5 am Montag im Tagesverlauf ein Durchschnittsniveau von 1,6676 erreicht. „Der höchste Preis, der jemals gemessen wurde“, sagte Tobias Wolny, Sprecher von Aral und BP.

„Die Mineralölkonzerne versuchen, am Morgen höhere Preise durchzusetzen. Wenn sie merken, dass die Kunden ausbleiben, gehen sie mit den Preisen wieder runter“, sagte Andreas Hölzel vom Automobilclub ADAC. Angesichts der hohen Rohölpreise sei Super Benzin derzeit nicht überteuert.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.02.2012, 07:46 UhrAnonymer Benutzer: Klaus

    Leute, tretet aus dem ADAC aus !!!
    Lange Anfahrtswege sollen noch mehr subventioniert werden.
    Welch eine Ideotie !

  • 22.02.2012, 22:09 UhrAnonymer Benutzer: crisch

    Warum soll ich als Städter, der hohe Mieten bezahlt, mit meinen Steuergelder über die Pendlerpauschale die günstigen Häuschen im Grünen fianzieren?

    Pendlerpauschale nach Jobwechsel ja, aber nur für eine begrenzte Zeit. Aber nicht irgendwann raus auf's Land und Kohle vom Staat einsacken!

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