Start-Up-Entwickler: Rocket setzt verstärkt auf Finanzdienstleister

Start-Up-Entwickler: Rocket setzt verstärkt auf Finanzdienstleister

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Das Logo von Rocket Internet.

Zum Imperium von Rocket Internet gehörten bislang vor allem Marktplätze und Lieferdienste für Mode, Möbel und Essen. Nun will sich der Firmenaufbauhelfer auch auf Fintechs stürzen.

Der Berliner Start-up-Entwickler Rocket Internet will den Finanzdienstleistungen stärker in den Fokus nehmen. Der Bereich der Fintechs sei riesig, sagte Vorstandschef Oliver Samwer am Freitag auf der Hauptversammlung in Berlin. Wegen der Regulierungen sei es aber auch ein schwieriger Markt. „Wir bauen aber nicht das Zalando der Fintechs“, dämpfte er die Erwartungen der rund 140 anwesenden Aktionäre. Die Samwer-Brüder hatten den heute erfolgreichen Modehändler Zalando als Investoren unterstützt.

Die Hauptversammlung beschloss, einen Passus in der Satzung der Rocket Internet SE zu streichen, der der Gesellschaft bislang untersagte, Geschäfte zu betreiben, die die Bankenaufsicht genehmigen muss. Dies sei „eher eine Vorsichtsmaßnahme“, die Rocket die Möglichkeit gebe, gegebenenfalls regulatorische Vorschriften erfüllen zu können, sagte Vorstandschef Samwer zur Begründung.

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Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer. Quelle: dpa

Rocket hatte bereits mehrere Anläufe im Finanzbereich gemacht, bei denen große Erfolge ausblieben. Der Kredit-Vermittler Zencap wurde schließlich an Branchen-Schwergewicht Lending Circle abgegeben. Beim zweiten Kredit-Vermittler Lendico wurde zwischenzeitlich die Bewertung reduziert. Der Zahlungsdienstleister Paymill wurde aus einem Insolvenzverfahren heraus von einem Schweizer Konkurrenten übernommen und der Mobil-Bezahldienst Payleven fusionierte mit dem Rivalen SumUp.

Neben den Fintechs bleiben nach seinen Worten die Bereiche E-Commerce, Marktplätze und Reisen Schwerpunkte bei künftigen Start-ups aus dem Hause Rocket. Zugleich verteidigte er die noch immer bestehenden Verluste bei den größeren Beteiligungen. Im schnellen Internet-Geschäft müsse man in kurzer Zeit viel investieren.

„Im Mittel verlieren wir auf jeden Euro Umsatz 15 Cent“, sagte Samwer. Ein Jahr zuvor seien es aber noch 31 Cent Minus gewesen. Er wiederholte seine Ankündigung, dass drei der großen Gesellschaften in diesem Jahr - zumindest operativ - profitabel sein sollen. Namen nannte er nicht. Zu den Rocket-Beteiligungen gehören etwa die Global Fashion Group mit Modehändlern in verschiedenen Ländern, der Kochboxen-Versender HelloFresh sowie die Möbelhändler Home24 und Westwing.

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