Stelter strategisch: Die Strategie für das zweite Halbjahr

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Bulle oder Bär? Anleger brauchen die richtige Strategie für das zweite Halbjahr 2017.

Kolumne von Daniel Stelter

Bis jetzt lief es gut für die Anleger. Verwöhnen uns die Märkte auch im zweiten Halbjahr oder droht die große Ernüchterung?

Die Börsen eilen von Rekord zu Rekord, die Wirtschaftsdaten hellen sich auf, die Politik mag zwar in einigen Bereichen turbulent sein, in den für die Börsen entscheidenden Themen ist es aber immer gut gegangen. Die Eurozone ist zwar immer noch schwer krank, doch wird die Politik der Krisenunterdrückung – nicht Lösung – auf absehbare Zeit fortgesetzt.

Schwere Fragen

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Stellt sich die Frage, wie es im zweiten Halbjahr weitergeht. Vordergründig spricht wenig gegen eine Fortsetzung des positiven Trends, trotz der an dieser Stelle vor einigen Wochen diskutierten zehn möglichen Gründen für einen Crash. Dennoch stehen wir als Anleger vor schwierigen Fragen: 

  • Der Boom an den Börsen spiegelt immer noch mehr die Hoffnung auf eine echte Verbesserung der Gewinnlage der Unternehmen als echte Gewinnverbesserungen wider. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Gewinne anziehen?

  • Der Aufschwung wird vor allem von billigem Geld getrieben, was zu immer sichtbareren Blasen führt. In Deutschland, wie die aktuelle WirtschaftsWoche eindrücklich diskutiert, aber auch in anderen Ländern der Welt. So lag die Marktkapitalisierung der US-Unternehmen relativ zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) schon fast wieder auf dem Rekordstand vom Jahr 2000. Der Index aller Vermögenswerte hat sich erneut deutlich von der Entwicklung des BIP entfernt. Wie lange können sich die Vermögenswerte noch von der Realität abkoppeln?
  • Die Angst vor Zinserhöhungen nimmt wieder ab, was an der geringer als erwarteten Inflation liegt (billiges Öl!) und der immer noch enttäuschenden Entwicklung der Realwirtschaft, man denke an die jüngsten US-Arbeitsmarktzahlen. Dennoch bleiben Zinserhöhungen auf der Agenda. Die Bank of America geht gar davon aus, dass die Fed am Ende die Zinsen nicht erhöht, um die Inflation zu bekämpfen, sondern um der Blase an den Finanzmärkten entgegen zu treten. Werden die Börsen einen Zinsanstieg wirklich so entspannt hinnehmen?

Stelter strategisch Zehn Gründe für einen Crash in den nächsten Monaten

Die Börsen eilen von Rekord zu Rekord. Euro- und Finanzkrise scheinen endgültig überwunden, die Weltwirtschaft brummt wie lange nicht. Doch es gibt eine beeindruckende Liste an Argumenten für einen Crash.

Leicht überhitzt: Am 25. Januar 2017 überschritt der US-Industriewerteindex Dow Jones erstmals die Marke von 20.000 Punkten, heute notierte er knapp unter 21.000 Punkten. Quelle: AP
  • Der Kursaufschwung wird vor allem von Wachstumswerten getrieben, während die sogenannten Value Stocks nicht mithalten. So ist nach Berechnung der Bank of America die Kursrelation zwischen US-Wachstumstiteln und globalen Value-Aktien auf den Stand von Frühjahr 2000 geklettert. Bei den Wachstumswerten sind es vor allem die US-amerikanischen Marktführer, die den Aufschwung seit Jahresanfang treiben: Apple, Alphabet, Amazon, Facebook und Microsoft, gemeinsam rund 3000 Milliarden US-Dollar schwer, stehen für 40 Prozent der diesjährigen Avance im S&P 500. Dabei sind diese Aktien von Blasenbewertungen weit entfernt und wie diskutiert gibt es gute Gründe auf die Gewinner der technologischen Revolution zu setzen und die Verlierer zu meiden. Dennoch: ist das Enttäuschungspotenzial nicht schon zu groß?
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