Strauchelnder Stahlkonzern: Neue Machtverhältnisse bei ThyssenKrupp

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Strauchelnder Stahlkonzern: Neue Machtverhältnisse bei ThyssenKrupp

Der strauchelnde Stahlkonzern hat gerade mehr als 50 Millionen neue Aktien auf den Markt geworfen. Die Aktien ist im Sinkflug. Für eine Turnaround-Wette wird das Papier langsam interessant.

Der hoch verschuldete Technologiekonzern ThyssenKrupp hat sich mit einer Kapitalerhöhung etwas Luft verschafft. Der verlustreiche Konzern hat mit der Erhöhung des Grundkapitals um zehn Prozent einen Bruttoerlös von 882 Millionen Euro erzielt. ThyssenKrupp will mit den Einnahmen unter anderem seine Schulden von zuletzt fünf Milliarden Euro senken.

Unklar war zunächst, ob die mächtige Krupp-Stiftung bei der Emission neue Aktien gezeichnet hat und wie sich der Finanzinvestor Cevian verhalten hat. Die als Bollwerk gegen eine Zerschlagung des Konzerns geltende Krupp-Stiftung könnte ihre Sperrminorität bereits verloren haben, wie Insider-Berichte vermuten lassen. Damit würden sich die Machtverhältnisse in dem Dax-Konzern verändern. Für Aktionäre könnte das aber eine gute Nachricht sein.

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Stiftung entmachtet, neuer Großaktionär rückt nach

Im Zusammenhang mit der Aktienemission hat der schwedische Finanzinvestor Cevian seine Macht in dem Ruhrkonzern wahrscheinlich weiter ausgebaut. Der Hedgefonds lehnte eine Stellungnahme zu der Kapitalerhöhung ab, verwies aber auf frühere Aussagen. "Cevian schließt nicht aus, sich an einer Kapitalerhöhung zu beteiligen", hatten die Schweden vorher erklärt. Sie hatten im September mitgeteilt, ihren Anteil auf 6,1 Prozent erhöht zu haben. Es gilt als wahrscheinlich, dass Cevian auch Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden will. Nach Insider-Angaben habe Cevian aber neue Aktien gezeichnet. Die Schweden halten künftig wohl über zehn Prozent, hieß es. Die Krupp-Stiftung und Cevian lehnten eine Stellungnahme ab

Bislang galt die Krupp-Stiftung mit ihrer Sperrminorität von 25,3 Prozent als Garant für den Erhalt des Konzerns mit 150.000 Mitarbeitern und als Bollwerk gegen eine feindliche Übernahme oder Zerschlagung. Insidern zufolge hat die Stiftung bei der Kapitalerhöhung von ThyssenKrupp aber nicht mitgezogen und verliert deshalb ihre Sperrminorität an dem Dax-Konzern. Der Anteil der Stiftung falle nun unter die Schwelle von 25 Prozent, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.. Bislang kann die Stiftung drei Vertreter direkt in den Aufsichtsrat entsenden. Falls der Stiftungsanteil bei einer Kapitalerhöhung unter die 25-Prozent-Marke sinkt, wären es wohl nur noch zwei.

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