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Strombörse: Der liquideste Markt in Kontinentaleuropa

Strombörse: Energiepreis-Poker zulasten der Verbraucher

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Der liquideste Markt in Kontinentaleuropa

Siemens-Vorstandschef Peter Löscher

„Die Energiewende wird ein Erfolg. Wenn wir die passenden Antworten geben. Heute.“ Mit dieser Zeile warb der Siemens-Chef in ganzseitigen Anzeigen in großen deutschen Tageszeitungen für die Energiewende.

Bild: dapd

„Die Spekulationen mit Wasserkraft funktionieren, weil es in Europa noch immer keinen einheitlichen Strommarkt gibt“, sagt Hedgefondsmanager Henrik Wennberg vom schwedischen Vermögensverwalter Coeli.

Hedgefonds können zwar keinen Preistrend auslösen, sie können ihn aber verstärken. Erzeuger und Abnehmer müssen zukünftig mit stärker schwankenden Preisen rechnen. „Wenn Hegdefonds auf dem Strommarkt aktiv sind, dann bevorzugt auf dem deutschen Markt, weil er der mit Abstand liquideste in Kontinentaleuropa ist“, sagt Investmentbanker Lange.

Für Privatanleger kaum Möglichkeiten

Für Privatanleger gibt es kaum Möglichkeiten, bei den Profis im Stromgeschäft mitzumischen. Die Deutsche Bank hat im Oktober vergangenen Jahres den db Strom ETC aufgelegt. Rechtlich handelt es sich um eine Schuldverschreibung, vergleichbar einem Zertifikat, auf den db German Electricity Index. Der Index bildet Terminkontrakte mit einer Laufzeit von einem Jahr auf Grundlaststrom ab, also auf Strom, der rund um die Uhr fließt.

Bisher haben die Anleger Verlust gemacht, weil der Börsenpreis für Strom wegen der abflauenden Konjunktur stetig nach unten geht. Weil die Kontrakte, die der Index abbildet, über ein Jahr laufen, kann der Anleger nicht von den kurzfristigen Schwankungen auf dem Spotmarkt profitieren (siehe Grafik).

Grafik Index-Zertifikat db Strom
Zertifikat auf Strom für Privatanleger (Klicken Sie auf die Grafik, um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten)

Mindestens 250.000 Dollar

Erfolgreicher sind einige Hedgefonds. Cumulus Energy Fund, der derzeit beste Fonds, hat im Handel mit Energiederivaten allein im ersten Quartal dieses Jahres ein Plus von 21,5 Prozent geschafft. Anders als Privatanleger können Fonds auch auf sinkende Strompreise wetten.

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Fondsmanager Peter Brewer will dieses Jahr 45 Prozent plus schaffen. „Die europäischen Energiemärkte bieten, angesichts von Versorgern, die unter finanziellem Druck stehen und sich um jeden Preis absichern müssen, hervorragende Chancen“, sagt er. Wer bei ihm investieren will, muss mindestens 250.000 Dollar mitbringen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.06.2012, 12:27 Uhrmathias

    Das passiert, wenn die "GRUNDVERSORGUNG" der Bürger an der Börse für
    Spekulanten freigegeben wird.

    Politische FEHLENTSCHEIDUNG !!!

    Und kein klarer Nachweis vorliegt- WER was bezahlt hat.
    Wie bei kabelempfänger: DOPPELT kassieren. STAAT und BÜRGER

  • 27.06.2012, 10:12 Uhrlorenziffezheim


    ....daß die vier großen Stromerteuger in der Leipziger Strombörse in Wirlichkeit mit sich selbst verhandeln,ist vielen Verbrauchern nicht klar...!Die Begründung,daß die Preise an der Börse schuld seien,sind ein klassischer Fall von Volsverdummung...!!!

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