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Stromhandel: So viel Strom wie nötig kaufen

von Martin Gerth

Wie der Stromhandel in Deutschland über und außerhalb der Börse läuft, warum es zu Engpässen in der Stromversorgung kommen kann, wo Regulierungsbedarf besteht.

Im Handelsraum der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig betreut dein Börsengeschäftsführer operativ die Handelsteilnehmer am Strommarkt Quelle: dpa/dpaweb
Nur 20 Prozent des deutschen Stroms wird an der Leipziger Strombörse (EEX) gehandelt Quelle: dpa/dpaweb

In Deutschland werden 80 Prozent des Stroms außerhalb der Börse (OTC) gehandelt. Erzeuger schließen mit Industrie und kommunalen Versorgern Verträge über fixe Mengen ab, die zu einem festen Zeitpunkt bereitgestellt werden. Die restlichen 20 Prozent werden vor allem an der Leipziger Strombörse (EEX) gehandelt.

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Am Terminmarkt verpflichten sich Verkäufer, eine bestimmte Menge zu einem fixen Preis zum vereinbarten Termin zu liefern, am Spotmarkt können Käufer Kontrakte für Strom zeichnen, der am selben oder am darauf folgenden Tag geliefert wird. Bis zum Erfüllungszeitraum können die Kontrakte und andere Finanzinstrumente (Futures) gehandelt werden, ohne dass geliefert werden muss.

Grafik Strompreis für Privathaushalte
Wie sich der Endverbraucherpreis beim Strom zusammensetzt. (Angaben in Prozent; klicken Sie auf die Grafik, um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten)

Risiko Engpass

Da sich Strom kaum speichern lässt, sichern die Terminkontrakte ab, dass immer genug Strom im Netz ist. Die Stromhändler der Erzeuger sind verpflichtet, so viel Strom zu ordern, wie tatsächlich an einem bestimmten Tag benötigt wird.

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Anderenfalls kann es zu Engpässen bis hin zum Blackout kommen. Der Börsenpreis bestimmt nur ein Drittel der Stromkosten für Haushalte, sie profitieren kaum von sinkenden Börsenpreisen.

RWE, E.On, Vattenfall und EnBW sagen, dass der OTC-Preis nur gering vom Börsenpreis abweiche. Überprüfen lässt sich das kaum: Erst 2014 soll der außerbörsliche Stromhandel in Europa reguliert werden.

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