Tech-Aktien: Nasdaq-Ausverkauf bietet Einstiegschancen

Tech-Aktien: Nasdaq-Ausverkauf bietet Einstiegschancen

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Viele Technologieaktien an der US-Börse Nasdaq sind gefallen - und drückten auch den deutschen Technologieaktienindex TecDax ins Minus.

von Stefan Hajek

Der US-Technologiebörse Nasdaq hat im Wochenverlauf massiv verloren und verschonte selbst Schwergewichte nicht. Ist das der Auftakt eines Abwärtstrends? Einiges spricht eher für kurzfristige Korrektur.

Der weltweit wichtigste Index für Technologiewerte, der Nasdaq 100, ist zum Ende dieser Woche jäh eingebrochen. Der Auswahlindex der 100 größten US-Techwerte, darunter sind so illustre Namen wie Apple, Amazon, Google und Intel, fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Allein am Donnerstag verlor der Index zwischenzeitlich fast vier Prozent, schloss mit einem Minus von 3,4 Prozent.

Charttechnisch hat der Nasdaq dabei wichtige Unterstützungslinien gerissen; Aktienstrategen befürchten daher weitere Kursverluste, vor allem Momentum-getriebene und Trendfolge-orientierte Anleger wie zahlreiche Hedgefonds könnten nun weitere US-Tech-Titel verkaufen. Auch in Europa riss der weltweit wichtigste Technologieaktienindex Nasdaq Technologiewerte mit in die Tiefe, am Freitagvormittag litt besonders der Münchner Chiphersteller Infineon, dessen Aktie mit einem Minus von rund drei Prozent das Dax-Schlusslicht bildete.

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Bereits zu Beginn der Handelswoche hatten einige der davor besonders hochgejubelten, jungen Tech-Aktien in den USA massive Verluste erlitten; relativ gut halten sich bislang die Großen, wie Apple, IBM, Google und Microsoft.

„Was sich hier im März bei den Technologiewerten abspielt, besonders bei den kleinen und mittelgroßen, ist anderes als ein veritabler Crash“, sagte der auf Techwerte spezialisierte Fondsmanager Peter Dreide von TBF Global. „Viele sogenannte High Flyer, also Werte mit überdurchschnittlich hohem Wachstumspotenzial, verloren im Monat März zwischen 15 und 35 Prozent an Wert.“ Auch er selbst sei deswegen gezwungen, bestimmte Aktien zu verkaufen, weil sie interne Stopp-Loss-Kurse gerissen hätten, sagte der ehemalige Aktien-Handelschef Nordamerika von Barclays, der abwechselnd am Bodensee und im Silicon Valley lebt.

Besonders einige Unternehmen, die Software für die so genannte Cloud herstellen, wurden abgestraft; die Technik gilt als zukunftsweisend, die Aktien hatten in den vergangenen Monaten entsprechend zugelegt.

Cloud-Vertriebssoftware-Spezialist SalesForce.com verlor binnen drei Tagen 20 Prozent, Architekten- und Ingenieurs-Softwarehersteller Autodesk ebenso 20 Prozent, die Cloudsoftware-Spezialisten Fireeye und Splunk büßten gar ein Drittel ihres Börsenwertes ein - dies wohlgemerkt in weniger als einer Woche. Selbst Internet-Schwergewichte wie Facebook und Amazon büßten zweistellig ein.

Aber nicht nur die Internet-Branche kam unter die Räder, auch die an der Nasdaq (nach IT) zweitstärkste Branche, Biotechnologie, geriet in den Verkaufsstrudel. Der Branchen-Teilindex Nasdaq-Biotech liegt hinter seinem Hoch von Ende Februar nun fast 17 Prozent zurück.  „Es war ein regelrechter Ausverkauf von Biotech und Technologiewerten“, urteilt Dreide.

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