Technologieriese: Apple-Aktie wird immer billiger

Technologieriese: Apple-Aktie wird immer billiger

von Stefan Hajek

Die Apple-Aktie fällt derzeit wie ein Stein. Zum Handelsschluss an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq am gestrigen Donnerstag Abend fiel das Apple-Papier deutlich unter die Marke von 400 Dollar; bereits am Mittwoch hatte der Apple-Kurs um 5,5 Prozent nachgegeben.

Gemessen am bisherigen Höchststand im September 2012 bei 705 Dollar hat Apple bereits 45 Prozent seines Börsenwertes eingebüßt. Am Dienstag wird Apple Quartalszahlen veröffentlichen, dann wird sich zeigen, ob die derzeit extreme Nervosität und der Pessimismus der Anleger gerechtfertigt waren. Tatsache ist: die Zeiten, da Apple als „Kult-Aktie“ und „Must Have“ in jedem Portfolio galt, sind längst vorbei. Das muss aber nicht heißen, dass die Aktie sich an der Börse nicht bald wieder deutlich erholen kann.

Die US-Technologiebörse Nasdaq notiert auf dem höchsten Stand seit 12 Jahren (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Tatsache ist aber weiterhin, dass derzeit schlechte Nachrichten auf Apple gleich von mehreren Seiten eintrommeln:

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1. Wichtige Zulieferer wie der Chiphersteller Cirrus Logic warnten in den vergangenen Tagen vor schwächerem Umsatzwachstum für den Rest des Jahres 2013. Cirrus verkaufte zuletzt mehr als 90 Prozent seiner kompletten Produktion an Apple, das die Chips in Smartphones und Tablets wie dem iPad verbaut.
2. Auch Mobilfunkanbieter wie Verizon Communications berichten von schrumpfenden i-Phone-Verkäufen , Verizon vermeldete am Donnerstag, man habe im vergangenen Quartal ein Drittel weniger Verträge für iPhones verkauft als im Quartal davor.

Im Grunde zweifeln die Anleger an Apples bislang herausragender Fähigkeit, sich stets neu zu erfinden und neue Verkaufsschlager auf den Markt zu werfen. Nach dem Tod des Firmengründers Steve Jobs geht die Angst um, Apple könnte sein Gespür für neue, coole Produkte verloren haben. Das aktuelle Smartphone iPhone 5 etwa verkauft sich bereits längst nicht mehr so gut wie seine Vorgänger.

Rückschläge für Apple

  • Rivale Android

    75 Prozent aller Smartphones laufen inzwischen auf dem Betriebssystem Android des Apple-Rivalen Google

  • Weihnachtsgeschäft

    18 Prozent mehr Umsatz machte Apple im Weihnachtsgeschäft 2012 - gegenüber einem Plus von 73 Prozent im Vorjahr

  • Konkurrent Samsung

    350 Millionen Smartphones plant Samsung in diesem Jahr zu verkaufen - 60 Millionen mehr als Apple an iPhones seit Juni 2007 insgesamt verkauft hat

  • Teure Tablets

    150 Dollar soll das neue Tablet von Acer kosten, weniger als die Hälfte des iPad mini

  • Probleme in China

    Im vierten Quartal 2012 rutschte Apple in China bei Smartphones auf Rang sechs

Hinzu kommen die extrem hohen Margen Apples in den vergangenen Jahren, vor allem beim iPhone, die wohl kaum auf die Dauer zu halten sein werden. Dazu sollte allerdings gesagt werden: Das war ohnehin längst klar. Wem diese Erkenntnis erst jetzt in den Sinn kommt, der ist schlicht naiv gewesen. Kein Computer-Unternehmen der Welt (und wohl auch kaum welche aus anderen Branchen) haben je dauerhaft mehr als 50 Cent Gewinn aus einem Euro Umsatz erwirtschaftet.

Die Konkurrenz, allen voran Samsung mit seinem Galaxy, aber auch HTC und selbst todgesagte wie RIM mit dem Blackberry, holt früher oder später auf. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Markt für mobile Endgeräte hat auch Apple nicht, abgesehen von weichen Faktoren wie Marke, Design und Kult-Status.

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