Trump beeinflusst Währung: Mexiko will mit Dollar-Verkäufen den Verfall des Peso bremsen

Trump beeinflusst Währung: Mexiko will mit Dollar-Verkäufen den Verfall des Peso bremsen

, aktualisiert 05. Januar 2017, 17:42 Uhr
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Aus Angst vor wirtschaftlichen Turbulenzen hob die Notenbank von Mexiko bereits den Leitzins an.

Quelle:Handelsblatt Online

Mexiko versucht durch Dollar-Verkäufe den Verfall der Landeswährung zu lindern. Der Peso ist wegen der Drohungen Donald Trumps, Importzölle auf Waren aus Mexiko einzuführen, auf ein Rekordtief gefallen.

Mexiko-StadtWenige Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump stemmt sich Mexiko gegen den Verfall seiner Landeswährung Peso. Die mexikanische Zentralbank bestätigte am Donnerstag Dollar-Verkäufe, um den Kurs des Peso zu stützen. Die Transaktionen würden im Tagesverlauf fortgesetzt, sagte der dafür zuständige Direktor Juan Garcia. Den Umfang der Geschäfte nannte er nicht. Händler sprachen indes von zunächst rund einer Milliarde Dollar. Nach der Ankündigung dreht der Kurs ins Plus und legte 1,1 Prozent zu. Unsicherheiten bezüglich der Wirtschaftspolitik von Trump hatten den Kurs der Landeswährung zuletzt bis auf ein Rekordtief von 21,624 Peso zum Dollar absacken lassen.

Mexikos Währung war bereits in den vergangenen Monaten heftig unter die Räder geraten, weil Trump Front gegen mexikanische Billig-Importe machte. Der Republikaner hat unter anderem damit gedroht, Importzölle von bis zu 35 Prozent auf Waren aus Mexiko einzuführen. Mexikos Notenbank hob inzwischen aus Furcht vor wirtschaftlichen Turbulenzen den Leitzins an.

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Trumps Mexiko-Politik wirbelt inzwischen auch Investitionspläne großer Autobauer durcheinander. So kippte Ford eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk in San Luis Potosi uns steckt stattdessen Geld in ein US-Werk. Fords Rivalen General Motors drohte Trump Strafzölle an, sollten weiter Autos aus dem benachbarten Niedriglohnland eingeführt werden. Trump hatte im Wahlkampf das bestehende Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko und Kanada als „schlechtestes Geschäft aller Zeiten“ bezeichnet und die Unternehmen zugleich aufgefordert, Jobs in den USA zu schaffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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