Übernahme durch Warren Buffett: FBI geht Insiderverdacht bei Heinz Ketchup nach

Übernahme durch Warren Buffett: FBI geht Insiderverdacht bei Heinz Ketchup nach

Auffällige Börsengeschäfte rund um die 23 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Heinz Ketchup haben auch die US-Bundespolizei FBI auf den Plan gerufen.

Die US-Behörden verstärken ihre Jagd auf mutmaßliche Insiderhändler, die an der Milliardenübernahme der Ketchup-Firma Heinz mitverdienen wollten. Nach der Börsenaufsicht SEC hat sich nun auch die Bundespolizei FBI in den Fall eingeschaltet. Die Behörden gehen dem Verdacht nach, dass Anleger vorzeitig Wind von dem Kauf bekommen hatten und mit Finanzwetten daran verdienen wollten. Derartiger Insiderhandel aber ist verboten, weil er andere Investoren benachteiligt. „Das FBI beratschlagt sich mit der SEC, um zu ergründen, ob ein Verbrechen verübt wurde“, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag gegenüber der „New York Times“. Damit droht den bislang unbekannten Anlegern nun auch die strafrechtliche Verfolgung.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

  • Coca Cola

    Anzahl der Aktien: 200 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 8,73 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 21,6 Prozent

  • Wells Fargo

    Anzahl der Aktien: 320 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 6,51 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 19,56 Prozent

  • American Express

    Anzahl der Aktien: 151,6 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 12,67 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 19,56 Prozent

  • Procter & Gamble

    Anzahl der Aktien: 79,1 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 2,74 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 9,83 Prozent

  • Kraft Foods

    Anzahl der Aktien: 58,8 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 3,4 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 5,8 Prozent

  • Wal Mart

    Anzahl der Aktien: 39 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 1,1 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 4,26 Prozent

  • Wesco Financial

    Anzahl der Aktien: 5,7 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 80,1 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 4,32 Prozent

  • Conoco Phillips

    Anzahl der Aktien: 34,2 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 1,93 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 3,43 Prozent

  • US Bancorp

    Anzahl der Aktien: 69 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 3,59 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 3,51 Prozent

  • Johnson & Johnson

    Anzahl der Aktien: 10,3 Millionen

    Anteil am gesamten Unternehmen: 0,5 Prozent

    Anteil in Buffetts Portfolio: 2,7 Prozent

    Stand: 14.08.2012, Quelle: SEC, eigene Recherchen

Starinvestor Warren Buffett hatte zusammen mit dem Finanzinvestor 3G Capital am vergangenen Donnerstag seinen Plan verkündet, den amerikanischen Ketchup-König H.J. Heinz für 23 Milliarden Dollar zu schlucken. Daraufhin war die Aktie in die Höhe geschossen. Bei einer Überprüfung stellte die SEC fest, dass Anleger just am Tag zuvor ungewöhnlich viele Finanzwetten auf steigende Kurse abgeschlossen hatten. Nach Kenntnis der SEC kauften sie Optionen für 90.000 Dollar. Als die Übernahme offiziell verkündet wurde, sprang die Heinz-Aktie um 20 Prozent hoch. Durch die Hebelwirkung der Optionsgeschäfte sahnten die unbekannten Anleger aber noch weit mehr ab. Sie machten laut SEC einen Reibach von 1,7 Millionen Dollar.

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Allerdings bislang nur auf dem Papier, denn an das Geld kommen die Verdächtigen derzeit nicht heran. Die SEC hatte am Freitag mit einem Eilbeschluss das Vermögen auf dem Konto einfrieren lassen, über das die auffälligen Börsengeschäfte liefen.

Vermögen hat nicht gereicht Starinvestor Buffett wollte New Yorker Börse kaufen

Dass Warren Buffett einmal zu wenig Geld haben sollte, klingt nahezu unmöglich. Für den Kauf der New Yorker Börse hat dann aber auch sein Vermögen nicht gereicht. Der Invetsmentguru wurde überboten.

huGO-BildID: 26742781 FILE- In this Tuesday, June 5, 2012, file photo, Warren Buffett, chairman and CEO, Berkshire Hathaway, Inc., speaks during the Economic Club of Washington's 25th anniversary celebration dinner in Washington,. Warren Buffett's Berkshire Hathaway Inc. said Tuesday, June 12, 2012, it is offering to buy the mortgage division and loan portfolio of Residential Capital LLC, which filed for bankruptcy protection in May. (Foto:Cliff Owen, File/AP/dapd) Quelle: dapd

In den USA gab es zuletzt eine ganze Reihe von Verurteilungen in Fällen von Insiderhandel. Nun stellt sich im Fall Heinz Ketchup die Frage: Wer könnte den Deal ausgeplaudert haben? Es geht um viel Geld. Die Ermittler konnten die Spur bis zu einem Konto in Zürich zurückverfolgen. Zwar konnte die SEC per Eilbeschluss das Vermögen dort einfrieren lassen, aber wer die Besitzer des Depots sind, ist vollkommen unklar. Es handele sich entweder um ausländische Anleger oder um Anleger, die über das Ausland gehandelt hätten, erklärte die Börsenaufsicht.

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