Übernahmefantasie: K+S klettert dank Potashs Unnachgiebigkeit

Übernahmefantasie: K+S klettert dank Potashs Unnachgiebigkeit

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Die Bildkombo zeigt das Firmenlogo von PotashCorp und das Logo von K+S in Kassel.

Eigentlich hatte der Düngerkonzern K+S die Übernahmeofferte des kanadischen Konkurrenten Potash klar abgelehnt. Aber Potash gibt nicht auf und zieht neue Fusionsberater hinzu. Anleger hoffen auf ein verbessertes Angebot.

Der kanadische Düngemittelkonzern Potash hat im Ringen um die Übernahme des deutschen Rivalen K+S einem Medienbericht zufolge einen dritten Fusionsberater angeheuert. Nach der Deutschen Bank und Morgan Stanley habe das Unternehmen nun auch die Bank of America Merrill Lynch engagiert, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ohne Nennung von Quellen. Bei K+S wiederum habe sich der Aufsichtsrat die Dienste von Rothschild gesichert, Goldman Sachs berate den Vorstand.

Potash hatte Ende Juni K+S ein knapp acht Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot gemacht, welches das K+S-Management jedoch wegen eines zu niedrigen Preise abgelehnt hatte. Dennoch hatte das Angebot für ein nachhaltiges Kursfeuerwerk bei dem Düngemittelkonzern gesorgt: Die Aktie kletterte von rund 29 auf zeitweise mehr als 40 Euro. Mit der Fusionsabsage ging der Kurs in Folge wieder auf Talfahrt.

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Bereits am Freitag hatten sich die Aktien der vom Konkurrenten Potash umworbenen K+S nach einer verhalten positiven Analystenstudie an die Dax-Spitze gesetzt. Die Papiere des hessischen Unternehmens zogen um bis zu 2,6 Prozent an. Nach den Berichten, dass sich Potash in den Fusionsverhandlungen mit einer neuen Beraterbank stärkt, stieg der Aktienkurs am Montag nochmals um rund vier Prozent und liegt nun bei 33,50 Euro.

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K+S ist einer der Hoffnungswerte im Dax. Ende August noch hatte die Berenberg Bank eine Studie vorgelegt, derzufolge eine Übernahme von K+S durch Potash nach wie vor möglich sei. "Die Hochzeit ist noch nicht abgesagt", hieß es in der Studie. Allerdings seien die Chancen zuletzt gesunken.

Hintergrund für die Skepsis der Experten: Am vergangenen Mittwoch war die größte Übernahme in der Agrochemiebranche nach monatelangem Gezerre geplatzt. Der US-Genpflanzen- und Saatgutriese Monsanto gab den geplanten Kauf des Schweizer Pflanzenschutz- und Düngemittel-Produzenten Syngenta auf.

Nach Ansicht der Berenberg-Analysten müssen die Kanadier bei K+S eine radikal andere Herangehensweise wählen, um ein Scheitern zu vermeiden. So müsse Potash 45 Euro je K+S-Aktie und ein Listing in Toronto und Frankfurt anbieten. K+S hat das Angebot des kanadischen Konkurrenten in Höhe von 41 Euro je Aktie wiederholt als zu niedrig abgelehnt.

Anleger hatten zuletzt immer wieder spekuliert, dass Potash seine Offerte für die Kasseler aufstocken könnte. Berenberg senkte unterdessen das Kursziel für K+S auf 36,50 Euro und empfahl, das Papier zu halten.

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