US-Aktien: Historische Daten wecken Hoffnung auf Kurssprünge

US-Aktien: Historische Daten wecken Hoffnung auf Kurssprünge

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Wenn die Muster der Vergangenheit weiter gelten, ist von US-Aktien in näherer Zukunft noch viel zu erwarten.

Die letzten Jahre an der Wall Street waren zwar gut, aber nicht großartig. Daten aus der Vergangenheit signalisieren dagegen weiteres Potenzial – wenn die historischen Muster noch gelten.

Über lange Zeiträume zeigen US-Aktien ein zyklisches Muster: Perioden mit überdurchschnittlichen Erträgen werden von solchen mit unterdurchschnittlichen Erträgen abgelöst – und umgekehrt. Die überdurchschnittlich gute Performance der vergangenen Jahre dürfte demnach in den nächsten Jahren einer etwas unterdurchschnittlichen, wenngleich weiterhin positiven Entwicklung Platz machen. Die letzten fünf Jahre waren durchaus gute, aber sie waren nicht großartig. Gerade das verspricht viel für die nähere Zukunft.

Zum Autor

  • Barron's

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Diese Erkenntnisse stammen von Jeremy J. Siegel, Professor für Finanzwirtschaft an der Wharton School der Universität Pennsylvania und Autor des Bestsellers „Stocks for the Long Run“ (auf Deutsch erschienen unter dem Titel „Langfristig investieren“). Siegel und Jeremy Schwartz von Wisdom Tree Investments analysierten Daten der US-Börse seit Ende des Kalenderjahrs 1870 für jeweils fünfjährige Intervalle, beginnend mit 1871 bis 1876, 1872 bis 1877 und so weiter. Letzte Periode ist die aktuelle (2009 bis 2014). Insgesamt sind das 139 Fünfjahreszyklen.

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Wer Aktien mindestens 15 Jahre hielt, hätte seit 1870 noch nie Verlust gemacht:

Haltedauer:5 Jahre10 Jahre15 Jahre20 Jahre30 Jahre
Aktuelle Rendite (rückgerechnet seit 2015)¹

15,8

8,55,210,211,3
Rendite beste Anlage-Periode,historisch¹ ²

27,0

19,017,816,913,8
Rendite schlechteste Periode, historisch¹ ²

-16,5

-2,10,22,84,1
Durchschnitt aller Perioden¹ ²

9,5

8,68,48,2

9,6

Anzahl der Perioden mit Verlust¹ ²

16

4

0

0

0

Untersuchte Perioden gesamt²139134129124114

¹jährliche Aktienrendite inkl. Dividende, in Prozent ; ² alle denkbaren Anlegezeiträume 1870 bis 2014; Quelle: Barron's

Wie aus der Tabelle hervorgeht, belief sich der durchschnittliche jährliche Aktienmarktertrag in diesen 139 Fünfjahreszyklen auf 9,5 Prozent. Im jüngsten Fünfjahreszyklus wurden 15,8 Prozent jährlich erzielt, damit zählt der Zyklus knapp zu den besten 25 Prozent (oberstes Quartil). Die beste Performance von 27 Prozent jährlich gab es in den Goldenen Zwanzigern von 1923 bis 1928, die schlechteste – mit jährlichen Verlusten von 15,6 Prozent – zwischen 1927 und 1932, geschuldet dem Crash von 1929.

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5 Kommentare zu US-Aktien: Historische Daten wecken Hoffnung auf Kurssprünge

  • Die wecken Hoffnung auf Kurssprünge. Das ist korrekt. Leider in die andere Richtung. So wird da ein Schuh daraus. Ohne die Billionen der Zentralbanken am Fliesband seit ann0 2008 wären die Aktienmärkte schon längst kollabiert. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

    Investor sieht Börsen auf dem Weg zu einem Jahrhundert-Crash.
    Die Aktienmärkte werden zerschmettert werden, so die Warnung des britischen Hedgefonds-Manager Crispin Odey. Der wirtschaftliche Abschwung sei so vorangeschritten, dass er „wahrscheinlich hundert Jahre in Erinnerung bleibt“. Der Ausblick sei so großartig wie im Jahr 2007.

    Man habe alle finanzielle Munition verbraucht, um den ersten Rückgang der Jahre 2007 bis 2009 zu vermeiden. „So sind wir an einen gefährlichen Punkt gekommen, die Auswirkungen einer Verlangsamung in China, die fallenden Rohstoff-Preise und den Energiemarkt.“
    Das sei der Kern der Botschaft. „Wenn die Wirtschaftstätigkeit ins Stocken gerät, dann wird es eine schmerzhafte Runde von Zahlungsausfällen geben“, zitiert Zero Hedge aus dem Investoren-Brief.

    Faber erwartet den großen Crash.
    19.11.2012 im Handeslblatt. Der Börsenguru Marc Faber warnt:
    Die Börsen werden einbrechen. Der Weltwirtschaft geht die Puste aus, das globale Finanzsystem werde eines Tages implodieren. Notenbanken und Politik riskierten den Zusammenbruch.
    Faber ist sicher, dass eines Tages das ganze globale Finanzsystem auf null gesetzt wird. Für einen allfälligen Neustart des Systems sorgen werden aber nicht Notenbanken, sondern implodierende Währungs-, Kredit- oder Aktienmärkte.
    In der Eurozone lassen sich die Konturen von Fabers düsteren Prognosen schon heute erkennen: Je länger der Euro existiert, umso höher werden seine Beerdigungskosten. Das irrwitzige Experiment, den Euro um jeden Preis erhalten zu wollen, schickt die Peripheriestaaten auf direktem Weg in die dritte Welt.

  • Der Baltic-Dry-Index,
    ein Frühindikator für die Weltwirtschaft, am 28.11.2012 noch 1.104 Punkte. Seitdem wieder im freien Fall. Am 21.12.2012 nur noch 700 Punkte, ein Minus von 36% innerhalb von 3 Wochen!! (1 Jahr Chart / 5 Jahre Chart)

    Am 20.Mai 2008 mit 11.793 Punkten sein Allzeithoch, am 03.02.2012 sein Allzeittief mit 647 Punkte.
    +++ Stand per 31.01.2015: 608 Punkte +++
    Halleluja.
    Da können die Aktien nur noch weiter steigen, oder habe ich da was falsch verstanden?

    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen und seine Ersparnisse günstig und sicher in Edelmetalle umzuschichten und erst nach dem großen Jahrhundert-Crash, der nicht mehr all zu weit entfernt ist, Aktien kaufen von Firmen, die den Crash überlebt, bzw. umfirmiert haben - zu einem Bruchteil der derzeitigen Kosten.

  • Für diesen Artikel habe ich ein besseres Foto, auch aus einem WiWo-Artikel:
    http://siggi40.de/geld-ii/

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