US-Börse: Chinas Börsendrache macht schlapp

US-Börse: Chinas Börsendrache macht schlapp

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China drosselt das Wachstumstempo, die Konjunkturlokomotive mit der Drachengestalt zeigt Ermüdungserscheinungen - dennoch steigen die Börsenkurse

China schwächelt, trotzdem steigen die Aktienkurse – und Goldman Sachs spricht von einer Jahrhundertchance. Alles Unsinn oder haben die Börsenpessimisten übertrieben?

China hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht nur zum mit Abstand größten Importeur von Rohstoffen und vielen Industriegütern entwickelt; das Land ist auch zum wichtigsten Taktgeber der Weltbörsen geworden. Die anhaltend guten Nachrichten über steigende China-Exporte haben auch die Aktien westlicher Hersteller von Autos, Maschinen oder Luxusgütern beflügelt.

Der China-Faktor könnte aber bald zum Bumerang für die Börsen werden: Die Konjunktur des Landes zeigt unverkennbare Anzeichen einer Ermüdung.

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Die chinesischen Außenhandelsergebnisse etwa entwickeln sich enttäuschend, seit der Schuldenabbau in Europa und in den USA seinen Tribut fordert. Wie der Chefstratege für Asien bei JP Morgan Chase, Adrian Mowat, gerade auf einer Konferenz erklärte, steuert Chinas Wirtschaft sogar ungebremst auf eine harte Landung zu: Der Autoabsatz schrumpft, die Zementproduktion nimmt ab, die Stahlproduktion auch, die Aktienkurse der chinesischen Bauunternehmen fallen.

Wachstum Bremsspuren in Chinas Planwirtschaft

Peking drosselt das Wachstum, um die Inflation zu zügeln. Das kostet Arbeitsplätze – und sorgt für politischen Zündstoff. Das staatlich regulierte Wachstum stößt nach Jahrzehnten an seine Grenzen.

Stilstehende Kräne in China Quelle: dpa

Die Bankenaufsicht CBRC warnt nun vor weiteren Risiken: Die Banken des Landes hätten das Ausfallrisiko ihrer ausstehenden Kredite unterschätzt. Rund ein Fünftel ihrer Darlehen im Gegenwert von 286 Milliarden US-Dollar, die chinesische Banken den Kommunalregierungen gewährt haben, gilt als gefährdet.

Vor dem Boom?

Eine mögliche Umstrukturierung dieser Kredite lässt sich nicht mit einem Federstrich erledigen; die Banken müssten wohl mehrere Milliarden Yuan einschießen und größere Rückstellungen bilden. Wenn die Banken ihr Geld von den Kommunen nicht eintreiben können, wird die Regierung bereits das dritte Bankenrettungspaket in nicht einmal 20 Jahren stemmen müssen.

Und ausgerechnet jetzt kommt Goldman Sachs daher und und verkündet, die Aussichten für Aktien seien so gut wie seit einer ganzen Generation nicht mehr. Das ist das Fazit eines 40 Seiten langen Berichts, der auf den ersten Blick aussieht, als würde man auch 40 Jahre brauchen, um ihn zu verdauen. Darin argumentieren die Goldman-Strategen im Wesentlichen, Aktien seien geradezu lächerlich billig – im Verhältnis zu Anleihen zumindest.

Reicht das aus für eine Hausse? Barry Ritholtz, Chef der Analysefirma Fusion IQ, schlägt in dieselbe Kerbe. Sein neuester Internet-Blogbeitrag trägt den taktvollen Titel „Bears Need to Put Up or Shut Up“, („Pessimisten müssen sich mit der Realität abfinden oder den Mund halten“).

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