US-Börse: Schöner Start in die Berichtssaison

US-Börse: Schöner Start in die Berichtssaison

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Spannung an der US-Börse: Völlig unerwartet kommt es zu einer Kursrally

von Martin Seiwert

An den US-Börsen kam es zu einer Kursrally. Hoffnung auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der Fed und die guten Zahlen des Aluminium-Konzerns Alcoa trieben die Kurse. Weniger gut stehen US-Einzelhändler da.  

Mit einem solch spektakulären Beginn der neuen Berichtssaison hatte an der Wall Street wohl niemand gerechnet: Nach einem müden, eher pessimistischen Start am Mittwochmorgen gab es zum Börsenschluss plötzlich rekordverdächtige Kursfeuerwerke. Der Aktienindex S&P 500 legte zwischenzeitig um 45 Punkte zu – bislang der stärkste Anstieg im laufenden Jahr. 1,75 betrug das Plus beim Index S&P 500, der Dow kletterte um 1,64 Prozent, der Technologieindex Nasdaq sogar um 2,08 Prozent. Damit wurden die Verluste vom Vortag, die Analysten auf schlechte Konjunkturdaten aus Deutschland, die sich eintrübende Weltkonjunktur und die politischen Krisen zurückführten, mehr als wettgemacht. 

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Es waren aber weniger die guten Zahlen von Unternehmen, die die Kurse trieben, als vielmehr die Hoffnung auf eine weiterhin lockere Geldpolitik in den USA. Im jüngsten Sitzungsprotokoll der Notenbank Fed warnen die Mitglieder, dass eine Abkühlung der Weltkonjunktur auch ein Risiko für die Wirtschaft der USA sei. Auch lehnten die Fed-Mitglieder eine Änderung des Zinsausblickes ab. Die Börsianer hoffen nun, dass die befürchtete Erhöhung des Leitzinses zumindest aufgeschoben wird. Das Fed-Protokoll zeigt nach Ansicht des Berenberg-Bank-Analysten Robert Wood, „dass die Fed es nicht eilig mit einer Zinserhöhung hat“. 

Die neue Berichtssaison wurde am Mittwoch, wie traditionell üblich, vom Aluminiumkonzern Alcoa eingeläutet. Und was der US-Konzern, bei dem der deutsche Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld an der Spitze steht, am Mittwochabend zu verkünden hatte, befeuerte die Kursrally zusätzlich: Aufgrund  höherer Aluminiumpreise konnte Alcoa seinen Gewinn im dritten Quartal ordentlich steigern. Trotz Restrukturierungskosten wegen der Schließung einer Metallhütte verbuchte Alcoa 149 Millionen Dollar Gewinn, sechs mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Ohne die außergewöhnlichen Belastungen hätte der Gewinn bei 370 Millionen Dollar gelegen. Der Umsatz stieg von 5,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf 6,2 Milliarden Dollar. Die Alcoa-Aktie legte nachbörslich knapp ein Prozent zu. Alcoa beliefert etliche große Unternehmen in der Autoindustrie, im Baugewerbe und Flugzeugbau, weshalb die Geschäftszahlen als Indikator für die US-Konjunktur gelten.

Aktienrally Das spricht für und gegen neue Börsenrekorde

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Auch vom Einzelhändler Costco gab es positive Zahlen, die Aktie legte um 2,76 Prozent zu. Der Agrarkonzern Monsanto enttäuschte dagegen, brachte es aber noch auf ein Plus von 1,85 Prozent. Die Aktien des Einzelhändlers J. C. Penney sackten um knapp elf Prozent ab, weil der das Unternehmen auf einer Analystenveranstaltung die Umsatzerwartungen nach unten korrigierte. Beim Wettbewerber Sears ging es knapp fünf Prozent nach unten. Titel von des Fast-Food-Riesen Yum Brands stiegen um rund anderthalb Prozent. Zuvor hatte der Eigentümer von Marken wie Kentucky Fried Chicken (KFC) oder Taco Bell seine über den Markterwartungen ausgefallenen Geschäftszahlen für das dritte Quartal präsentiert.

Der Sicherheitssoftware-Anbieter Symantec indes arbeitet Kreisen zufolge an einer Trennung in zwei unabhängige Firmen. In eine solle das aktuelle Kerngeschäft mit Sicherheitssoftware kommen, die zweite solle Datenspeicher-Dienste anbieten, hieß es in einem Medienbericht. Symantec-Papiere rückten daraufhin um rund dreieinhalb Prozent vor. In den vergangenen Tagen hatten auch die Handelsplattform Ebay und der Computerriese Hewlett-Packard Aufspaltungspläne bekanntgegeben. Ebay koppelt den Bezahldienst PayPal aus. Bei HP kommen PCs und Drucker in ein Unternehmen, das Firmenkundengeschäft in ein anderes.

 

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