US-Börse: Welche Börsengesetze heute ungültig sind

US-Börse: Welche Börsengesetze heute ungültig sind

Bild vergrößern

Wir befolgen Regeln - auch an der Börse. Manchmal muss man aber auch überprüfen, ob diese Vorschriften überhaupt sinnvoll sind

Auch wenn nach vielen traditionellen Parametern die Aktienmärkte am Limit sind – die Kurse haben noch Potenzial. Wo traditionsbewusste Anleger mit eisernen Börsenregeln heute irren

Noch immer fällen Investoren ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen an der Börse auf Basis althergebrachter Börsenregeln. Bei genauer Überprüfung bleiben die meisten den Erfolgsnachweis aber schuldig. Grund genug, ein paar der häufigsten Regeln auf ihre aktuelle Tauglichkeit zu überprüfen.

Erstens: „Steigende Zinsen für Staatsanleihen sind schlecht für Aktien.“

Anzeige

Diese Theorie lasse sich historisch belegen, gelte aber seit etwa 2008 nicht mehr, sagt Marktstratege Michael Darda von der US-Researchfirma MKM Partners. In den Siebzigern mag sie ihre Berechtigung gehabt haben, als hohe einstellige Renditen die Regel waren. Vor allem waren die Realzinsen, also die Renditen nach Abzug der Teuerung, damals positiv; das heißt: Wer Geld in Staatsanleihen steckte, hatte trotz hoher Inflation am Ende ein Plus.

Aktien wurden also umso unattraktiver, je höher die Rendite bei den – damals noch gefahrlosen – US-Staatsanleihen war.

Heute ist die Situation vollkommen anders. Für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit stiegen die Zinsen zuletzt von 2,0 auf 2,3 Prozent. Damit verlieren Anleger nach Abzug der Inflation (zuletzt 2,9 Prozent in den USA) aber noch immer Geld. Die letzten Jahre haben ohnehin gezeigt, dass steigende Anleihezinsen von einem extrem geringen Niveau auf ein immer noch geringes den Aktienmärkten so gut wie gar nichts ausmachen.

In den vergangenen Jahren stiegen und fielen die Zinssätze und Aktien denn auch weitgehend im Einklang. Der wahrscheinliche Grund ist, dass sinkende Anleiherenditen von immer mehr Investoren als Signal für eine wachsende Risikoaversion, aufkommende wirtschaftliche Schwäche und Deflationsängste wahrgenommen werden – alles Gründe, die im Allgemeinen auch gegen Aktieninvestments sprechen. Und – ganz nebenbei: Es wird wohl kaum viele Anleger geben, die morgens aufstehen und als Erstes überlegen, ob sie heute in Staatsanleihen oder lieber in Aktien investieren sollen.

Die Inflationserwartungen der Anleger sind zudem noch immer sehr gering, und die Inflationsrate in den USA ist ja auch bestenfalls auf dem Weg in Richtung langjährigem, historischem Durchschnitt; von einer hohen oder galoppierenden Inflation sind wir weit entfernt. Inflation ist so lange kein Problem für Aktien, solange sie nicht hohe zweistellige Steigerungsraten erreicht oder unkalkulierbar schnell zulegt.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%