US-Börsen: Italien belastet die Wall Street

US-Börsen: Italien belastet die Wall Street

, aktualisiert 08. November 2011, 00:10 Uhr
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Unter den Händlern sind die Nachrichten aus Europa Gesprächsthema Nummer eins. Daneben gab es aber auch Neuigkeiten aus den Unternehmen.

Quelle:Handelsblatt Online

Wie so oft in den letzten Wochen und Monaten werden die US-Börsen von Nachrichten aus Europa bestimmt. Die Furcht vor einem Überschwappen der Schuldenkrise hält die Wall Street weiter in Atem.

New YorkDie Furcht vor einem Übergreifen der Euro-Schuldenkrise auf Italien hatte Anleger in Atem gehalten. Die Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark, die europäische Schuldenkrise könnte in ein bis zwei Jahren gelöst sein, sorgte für Erleichterung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus um 0,7 Prozent bei 12.068 Punkten.

Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 11.880 und 12.074 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1261 Punkten, einem Plus von 0,6 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent und ging mit 2695 Punkten aus dem Handel. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss in Frankfurt mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 5928 Stellen.

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Mit Spannung blickten US-Börsianer auf das Schicksal der angeschlagenen Regierung in Rom. Dort kämpfte Ministerpräsident Silvio Berlusconi um sein politisches Überleben und gegen eine Überschwappen der griechischen Schuldenprobleme auf die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. „Die Probleme sind so groß, dass eine Lösung nur schwer vorstellbar ist“, sagte Analyst Stephen Massocca von Wedbush Morgan. Berlusconi wies Berichte über seinen bevorstehenden Rücktritt als gegenstandslos zurück.

Bei den Einzelwerten kletterten die Papiere von Tekelec um 14 Prozent. Der Anbieter von Netzwerk-Technologien hat einer Übernahme durch private Investoren im Volumen von 780 Millionen Dollar zugestimmt. Pläne für einen milliardenschweren Aktienrückkauf gaben auch dem Biotechnologiekonzern Amgen Auftrieb. Das Papier gewann fast sechs Prozent. Amgen kündigte an, für fünf Milliarden Dollar Anteilsscheine zurückzukaufen, was rund zehn Prozent der ausstehenden Papiere entspreche. Finanzwerte verloren im Handelsverlauf, so etwa die Bank of America . Die Aktie des US-Branchenprimus schloss 0,6 Prozent im Minus.

Abwärts ging es auch für die Aktien von Best Buy mit einem Minus von 3,1 Prozent. Die Handelskette für Unterhaltungselektronik kauft ihren bisherigen britischen Partner Carphone für 1,3 Milliarden Dollar aus dem schnell wachsenden US-Mobilfunk-Gemeinschaftsunternehmen heraus und begräbt zudem ihre Pläne zum Aufbau einer Kaufhaus-Kette in Europa.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1625 Werte legten zu, 1324 gaben nach und 118 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1078 im Plus, 1421 im Minus und 132 unverändert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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